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Grevenbroich
Ex-Schützenkönige leiten die Orkener "Grielächer"

Grevenbroich: Ex-Schützenkönige leiten die Orkener "Grielächer"
Die ehemaligen Grevenbroicher Schützenkönige Dieter Kaltz (l.) und Barthel Velder stehen jetzt an der Spitze der Karnevalsgesellschaft "Grielächer". FOTO: LB
Grevenbroich. Barthel Velder und Dieter Kaltz wollen die Große Karnevalsgesellschaft "Grielächer" in neue Bahnen lenken - als neuer Vorstand der Orkener. Von Wiljo Piel

Die Große Karnevalsgesellschaft "Grielächer" steht unter neuer Leitung. An der Spitze der vor 67 Jahren gegründeten jecken Orkener Gesellschaft stehen nun zwei Männer, die in der Stadt alles andere als unbekannt sind: Barthel Velder und Dieter Kaltz. Die beiden ehemaligen Könige des Bürgerschützenvereins (BSV) Grevenbroich wollen das närrische Schiff in neue Bahnen lenken. Velder als Vorsitzender, Kaltz als sein Stellvertreter.

Die Wahl einer neuen Führungsspitze wurde erforderlich, nachdem sich der alte Vorstand der GKG nicht mehr zur Wiederwahl stellte. "Er ist nach Jahren guter Arbeit zurückgetreten, um neuen Leuten eine Chance zu geben", formuliert es Barthel Velder. Diese Chance will er gemeinsam mit Dieter Kaltz nutzen: "Wir werden jetzt Gas geben, um mit neuen Ideen durchzustarten", betont der Vorsitzende. "Der Karneval steht ja schon fast vor der Türe."

Barthel Velder kennt sich im Vereinsleben aus. Der 59-Jährige ist Präsident des Reitervereins St. Georg und darüber hinaus dem Schützenbrauchtum sehr verbunden. Das verbindet ihn mit Dieter Kaltz, der schon seit Jahrzehnten dem Vorstand des BSV Grevenbroich angehört. Beide sind zudem langjährige Senatoren der Karnevalsgesellschaft "Grielächer". Kaltz leitet sogar als "Baas" die Riege der honorigen Karnevalisten. Und jetzt haben sie das Ruder des Traditionsvereins in der Hand. "Wir werden in Kürze die übrigen Vorstandsämter besetzen und uns dann Gedanken über die Zukunft des Vereins machen", erklärt Barthel Velder.

Der neue Führungsstab will künftig eng mit dem Förderverein der GKG und den Senatoren zusammenarbeiten, "damit wir alle an einem Strang ziehen", berichtet Dieter Kaltz. Darüber hinaus soll die Jugendarbeit verstärkt werden. "Das wird ein Schwerpunkt meiner Arbeit sein, der aber sicherlich nicht von heute auf morgen umzusetzen ist", berichtet Barthel Velder. Eine Idee des neuen Vorsitzenden, der "kölsche Wurzeln" hat und eingetragenes Mitglied des FC ist: Er möchte am Altweiber-Donnerstag wieder eine Feier für Karnevalsjecke anbieten. "In Grevenbroich läuft ja an diesem Tag nichts mehr, nachdem zuletzt auch auf den Rathaus-Sturm verzichtet wurde", sagt Velder. Da die Orkener an Altweiber ohnehin ein Festzelt auf dem Kirmesplatz stehen haben, überlegt der neue Vorsitzende, diesen Planenbau für eine Fete zu nutzen. "Vielleicht lässt sich das in Zusammenarbeit mit den anderen Vereinen aus der Umgebung umsetzen", sagt er. Velder will in den nächsten Wochen Kontakt zu den Vorsitzenden aufnehmen.

Nicht rütteln will der neue Vorstand am Karnevalssamstag, der in Orken von Jahr zu Jahr größer wird. "Der Umzug war spitze - und die After-Zoch-Party die beste seit vielen Jahren", schwärmt Barthel Velder: "Jung und Alt haben im Zelt gemeinsam gefeiert. Das hat der alte Vorstand toll gemacht."

Einer, der sich freut, dass es weiter geht mit der Großen Karnevalsgesellschaft von 1948, ist das "Grielächer"-Urgestein Reiner Landsch, der den Förderverein leitet: "Der neue Vorstand wird sehr zukunftsorientiert arbeiten", ist er sich sicher. "Vor uns stehen große Herausforderungen, die wir gemeinsam meistern werden."

Quelle: NGZ
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