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Grevenbroich
Familien fordern Geräte für neuen Spielplatz in Kapellen

Grevenbroich. Anwohner hadern mit Antwort des Projektentwicklers.

Im Neubaugebiet Kapellen herrscht Unmut über die Äußerungen des Projektentwicklers "Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft" (DSK) zum neuen Spielplatz an der Straße "Am Lerchensporn". Projektleiter Michael Stief hatte die lediglich mit metallfarbenen Kugeln und einem sogenannten "Wipper" ausgestattete Fläche als "Quartiersplatz" bezeichnet, der als Treffpunkt für die Bewohner dienen soll. Sie könnten sich dort zum Federball spielen treffen oder Stühle mitbringen und Kartenspielen. "Ein Witz", sagt Anwohner Sven Sawatzki.

Mit dieser Meinung steht der Familienvater nicht allein. Zum einen sei die Fläche im Bebauungsplan als Spielplatz ausgewiesen, auch entsprechende Schilder an der neuangelegten Fläche "Am Lerchensporn" weisen darauf hin. "Leider wurde beim Spielplatz aber vergessen, dass es sich um einen Spielplatz handelt. Es fehlen ein Sandkasten und Spielgeräte, wie sie auf allen anderen Spielplätzen im Neubaugebiet stehen", erklärt Sawatzki. Insgesamt gibt es fünf Spielplätze im Neubaugebiet.

Mit der neuen Fläche wollen sich die Anwohner nicht zufrieden geben. Inzwischen wurden unter anderem Bürgermeisterin Ursula Kwasny sowie Marc Weinstock, geschäftsführender Gesellschafter der DSK, kontaktiert. Letzterer hat sich umgehend gekümmert - und erklärt, es handele sich nicht um eine ausschließlich als Spielplatz zu nutzende Fläche. Die Kapellener betonen, dass diese in ihrer jetzigen Form in der Nachbarschaft als wert- und nutzlos angesehen werde. In der aktuellen Gestaltung als "Quartiersplatz" seien die Spielplatz-Schilder zudem Unsinn. Denn derart ausgewiesene Kinderspielplätze seien laut Verordnung der Stadt nur zur Nutzung durch Kinder bis 14 Jahre vorgesehen.

(abu)
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