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Grevenbroich
FC-Präsident Werner Spinner stellt sich den Grevenbroicher Köln-Fans

Grevenbroich. Ganz schön eng zusammenrücken mussten die Fußballfans des 1. FC Kölns jetzt im Saal der Gaststätte Jägerhof: Zum ersten Mal kam der Präsident des Bundesligisten nach Grevenbroich und stellte sich den Fragen der Fans. Das wollten sich die eingefleischten FC-Anhänger natürlich nicht entgehen lassen: Rund 100 Besucher folgten der Einladung des Fanclubs "Jetzt erst recht 2007" und verfolgten den lockeren Fan-Talk mit Werner Spinner, der seit April 2012 als Chef an der Spitze der Kölner Fußballer steht. "Wir sind sehr zufrieden mit der Resonanz und freuen uns, dass sich Werner Spinner Zeit für uns genommen hat", sagte Norbert Nürnberg. Er ist Geschäftsführer des Grevenbroicher Fanclubs, der inzwischen rund 130 Mitglieder zählt und damit zu den größeren der insgesamt 1500 eingetragenen Fan-Gruppen gehört.

Gleich zu Beginn des Fan-Treffens in Rot/Weiß erklärte Spinner humorvoll, dass er "ne echte kölsche Jung" sei. Doch schnell kam Spinner, der auch beim Fan-Talk in Grevenbroich ganz der Manager war, auf den Punkt: "Fußball ist nicht nur ein Spiel mit dem Ball, sondern auch eins mit dem Kopf. Deshalb ist es für den Erfolg wichtig, dass die Stimmung im Verein gut ist." Als Werner Spinner vor vier Jahren zum Chef der Kölner Fußballer geworden war, sah die Zukunft des FC noch alles andere als rosig aus. "Ich hätte nie gedacht, dass es einmal so gut laufen würde, wie jetzt", betonte der 67-Jährige, der stolz darauf hinwies, dass der FC aktuell den größten Umsatz seiner Vereinsgeschichte mache und es jetzt geschafft habe, in der Tabelle auf einen einstelligen Platz (9) vorzurücken.

Eine der wichtigsten Fragen beim Fan-Talk stellte ein Besucher gleich zu Anfang: "Warum spielt der FC zuhause so gut und auswärts so schlecht?" Spinner begründete dies mit dem hohen Druck, dem die teils sehr jungen Spieler ausgesetzt seien. Gleichzeitig bezeichnete der Manager den Kader, der inzwischen immerhin einen Wert von rund 65 Millionen Euro habe, als "Zukunftsversicherung" für den Verein, der sich aus seiner Sicht viel zu lange ausgeruht habe. Spinner machte unmissverständlich deutlich, dass der Erfolg des Clubs von einer guten Führung abhänge.

Abgesehen von einem Besucher aus Düsseldorf, der offensichtlich zu tief in sein Kölschglas geschaut hatte und auffällig wurde, verlief die Veranstaltung im Jägerhof friedlich.

(cka)
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