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Grevenbroich
FDP fordert eine Tombola für Wahlhelfer

Grevenbroich. Für die Landtagswahl hat die Stadt alle Wahlhelfer beisammen. 472 Grevenbroicher werden am 14. Mai in den Wahllokalen präsent sein. Einige freiwillige Helfer fehlen aber noch für die Bundestagswahl am 24. September. Die Verwaltung hat daher noch einmal einen Aufruf gestartet.

Bürger, die sich ehrenamtlich in den Wahllokalen engagieren, erhalten von der Stadt ein "Erfrischungsgeld" von 25 Euro. Damit liegt Grevenbroich im Kreis-Vergleich an der unteren Grenze. "Keine Kommune zahlt weniger", sagt Markus Schumacher, Chef der FDP-Fraktion. Um einen zusätzlichen Anreiz und gleichzeitig einen Motivationsschub zu bieten, regen die Liberalen an, dass sich Grevenbroich an einer "kreativen Idee" der Stadt Mülheim an der Ruhr orientieren soll.

Die Mülheimer haben auf eine Erhöhung des "Erfrischungsgeldes" um fünf Euro verzichtet und stattdessen eine Tombola mit 25 Preisen im Gesamtwert von 10.000 Euro für die Freiwilligen organisiert. Der Hauptpreis ist ein Reisegutschein.

Grevenbroich sollte die Arbeit der ehrenamtlichen Wahlhelfer ebenfalls stärker würdigen, meint Schumacher. Eine Tombola könnte seiner Meinung nach für viele Bürger ein Anreiz sein, sich als Wahlhelfer zur Verfügung zu stellen. Die FDP hat einen Antrag für die nächste Ratssitzung auf den Weg gebracht, in dem sie anregt, künftig ein solches Gewinnspiel zu organisieren. Finanziert werden soll die Tombola durch Spenden heimischer Unternehmen oder durch eine Crowfunding-Kampagne.

Die Grevenbroicher Freidemokraten kritisieren bereits seit Jahren, dass die Verwaltungsmitarbeiter gegenüber den ehrenamtlich als Wahlhelfer tätigen Bürgern bessergestellt seien. Bedienstete des Rathauses erhalten neben dem "Erfrischungsgeld" von 25 Euro einen Tag Urlaub. "Alleine bei der Bürgermeisterwahl 2015 hat diese Besserstellung der Verwaltungsmitarbeiter mehr als 135.000 Euro gekostet", sagt Markus Schumacher. Mit einer Tombola - und der möglichen Aussicht, die nächste Familienreise leichter zu realisieren - könne diese nach Meinung der FDP "ungerechtfertigte Besserstellung" etwas ausgeglichen werden.

(wilp)
 
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