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Grevenbroich
FDP: Kommunen sollen Kosten teilen

Grevenbroich. Wird aus dem "Unkraut-Ex" mit heißem Wasser ein interkommunales Projekt? Von Wiljo Piel

Grevenbroich testet zurzeit einen innovativen Unkrautvernichter: Mit einer Heißwassermaschine wird dem Wildwuchs insbesondere auf Friedhofswegen zu Leibe gerückt. Wie berichtet, wird der Test im Oktober beendet, dann will die Stadt über den Kauf des rund 200.000 Euro teuren Geräts entscheiden.

Angesichts der hohen Kosten haben die beiden FDP-Fraktionsvorsitzenden Markus Schumacher (Grevenbroich) und Stephan Kunz (Rommerskirchen) jetzt eine gemeinsame Initiative gestartet. Sie schlagen einen interkommunalen Kauf der "Unkraut-Ex"-Maschine vor. Heißt: Grevenbroich und Rommerskirchen sollen sich die Investitions- und Betriebskosten teilen und das Gerät künftig gemeinsam nutzen. Entsprechende Anträge wurden jetzt in den beiden Rathäusern eingereicht.

Nachdem Herbizide mit dem umstrittenen Wirkstoff Glyphosat etwa auf Friedhofswegen nicht mehr eingesetzt werden dürfen, prüft die Stadt eine Alternative. Bis Mitte nächsten Monats will sie eine Wirtschaftlichkeitsstudie für das Heißwassergerät vorlegen. "Es wäre sinnvoll, wenn in diese Analyse schon eine interkommunale Beschaffung mit einfließen würde", sagt Markus Schumacher.

"Geteiltes Leid ist halbes Leid", meint Stephan Kunz: "Mit einer höheren Auslastung steigt gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit der neuen Maschine." Neben der geringeren finanziellen Belastung für die beiden Kommunen sehen die beiden FDP-Fraktionschefs insbesondere den Vorteil für die Bürger: "Unkraut an Wegen, Straßenrändern und auf Flächen ist immer wieder ein Ärgernis, das oft zu berechtigten Reklamationen führt."

Quelle: NGZ
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