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Grevenbroich
FDP will Plattform für Crowdfunding

Grevenbroich. Liberale schlagen neue Finanzierungsform für unterschiedliche Projekte vor. Von Wiljo Piel

Grevenbroich soll mit Hilfe von Crowdfunding weiter- entwickelt werden. Das wird die FDP-Fraktion nach ihrer Klausur zum Haushalt 2016 anregen. "Mit dieser modernen Finanzierungsform lassen sich Projekte aller Art verwirklichen, für die die Stadt kein Geld hat", sagt Vorsitzender Markus Schumacher. Ein entsprechender Antrag ist in Vorbereitung.

Crowdfunding ist eine Finanzierungs-Alternative - vor allem, wenn es um kreative Vorhaben und kleinere Summen an Kapital geht. Die Idee stammt aus den USA und wurde zunächst vor allem bei der Realisierung von Musikproduktionen eingesetzt. Die Bezeichnung leitet sich ab von "Ansammlung" oder "Menschenmenge" (Crowd) und das Aufbringen von Mitteln beziehungsweise die Finanzierung (Funding). Städte wie Paderborn oder Hamburg machen es bereits vor: Über die Websites Padercrowd.de oder Stadtmacher.org werden unterschiedliche Projekte realisiert.

Schumachers Beispiel: "Ein Verein, der gerne eine Skateranlage in seinem Ort verwirklichen möchte, wirbt um Unterstützung für sein Vorhaben auf einer eigens geschaffenen Crowdfunding-Plattform. Jeder, der etwas fürs Dorf tun möchte, hat die Möglichkeit, sich an der Finanzierung zu beteiligen. Man gibt, was man kann - und es setzt sich nur das durch, was gewollt ist."

Crowdfunding ist nach Meinung der FDP ein gutes Mittel, um die unterschiedlichsten Vorhaben zu realisieren - vorausgesetzt, es finden sich Geldgeber. "Es kann für Projekte in allen Bereichen eingesetzt werden, etwa für Kunst und Kultur, Wirtschaft, Soziales oder Sport", sagt Markus Schumacher.

Überhaupt soll die Stadt künftig digitaler werden, das Internet müsse mehr in den Rathaus-Service aufgenommen werden, meint Schumacher: "Warum müssen Bürger in das Zentrum fahren, nur um nachzufragen, ob ihr Personalausweis fertig ist?", fragt der Fraktionschef: "Eine Benachrichtigung per E-Mail wäre doch eine einfach zu realisierende Dienstleistung." Zudem schlägt Schumacher eine Online-Versteigerung von nicht abgeholten Fundsachen vor. Handys, Schmuck, Kameras oder Koffer sollen über das Internet einem neuen Besitzer zugeführt werden.

Die FDP wird zudem eine Mängelmelder-App beantragen, über die sich Bürger per Smartphone oder Tablet direkt an das Rathaus wenden können. "Diese App, das die ITK Rheinland bietet, kostet zwar 2000 Euro, doch ich bin sicher, dass das Geld schnell refinanziert ist - weil ein Mängelmelder sowohl Arbeitszeit als auch Verwaltungsressourcen spart", so Schumacher.

Quelle: NGZ
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