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Grevenbroich
FDP will Runden Tisch für "Heimatgestalter"

Grevenbroich. Vereinsvertreter sollen gemeinsam Initiativen für die Heimatförderung des Landes entwickeln.

In Grevenbroich soll es einen Runden Tisch für "Heimatgestalter" geben. Das regt die FDP-Fraktion in einem Antrag für die Ratssitzung am kommenden Donnerstag an. Vertreter der Bürgerstiftung und die Spitzen der Vereine, die sich um die Gestaltung ihrer Orte kümmern, sollen zu einem Treffen eingeladen werden, fordert Fraktionschef Markus Schumacher. In dieser Runde soll gemeinsam über Projekte diskutiert werden, die im Rahmen der Heimatförderung des Landes NRW finanziert werden könnten.

Bis 2022 stellt das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung rund 113 Millionen Euro für die Heimatgestaltung vor Ort zur Verfügung. Ministerin Ina Scharrenbach hat in der vergangenen Woche die fünf Elemente der Heimatförderung vorgestellt. Dazu zählen unter anderem der Heimat-Preis, der innovative Projekte mit bis zu 15.000 Euro auszeichnet, sowie die Heimat-Werkstätten, in denen Ideen zur Verschönerung des Stadt- oder Ortsbildes entwickelt werden sollen. Dieser Prozess wird vom Land mit bis zu 40.000 Euro unterstützt.

"Auch in Grevenbroich gibt es viele Vereine, die sich für die Gestaltung ihres Umfeldes engagieren", sagt Markus Schumacher. Exemplarisch nennt er Initiativen wie "Gindorf e.V.", "Neuenhausen - heute und morgen" oder die Dorfgemeinschaft Hülchrath, die für ihre Bemühungen um die Ortsverschönerung bereits mehrfach ausgezeichnet wurde. Die FDP hat die Stadtverwaltung nun aufgefordert, die Spitzen dieser Vereine zu einem Gespräch am Runden Tisch einzuladen. Auch die Bürgerstiftung sollte mit im Boot sein, "denn sie leistet einen wesentlichen Beitrag zur Lebensqualität unserer Stadt", sagt Schumacher.

Bei dieser Gelegenheit soll nicht nur über die Heimat-Förderung des Landes Nordrhein-Westfalen diskutiert, es sollen auch möglichst viele Initiativen identifiziert und entwickelt werden, die möglicherweise für Fördergelder in Frage kommen. "Ich gehe davon aus, dass die Nachfrage in NRW sehr hoch sein wird", sagt Schumacher. Deshalb sei ein frühzeitiges und koordiniertes Handeln erforderlich. Ziel sollte es sein, schon im Sommer entsprechende Anträge einreichen zu können.

(jms)
 
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