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Grevenbroich
Feierabendmarkt belebt die City

Grevenbroich: Feierabendmarkt belebt die City
Eva Engelmann verkauft auf dem Feierabendmarkt "Poffertjes". Auch 13 umliegende Geschäfte wollen mitmachen und öffnen bis 20 Uhr. FOTO: Lothar Berns
Grevenbroich. Die vielen Besucher lockte nicht nur das Wetter. Nur eine Kleinigkeit fehlte. Von Lisa Kreuzmann

Genau so etwas hat in Grevenbroich gefehlt, sagten viele Besucher. Das hörte Robert Jordan vom Stadtmarketing natürlich gerne vom Feierabendmarkt, der gestern im Herzen der City seine Premiere feierte. "Jetzt kommt es darauf an, dass dieses Angebot auch in den nächsten Wochen gut angenommen wird", sagt Rolf Göckmann von den Aktiven Bürgern. Seine Fraktion hatte die Idee für diese Veranstaltung, die nun im zweiwöchigen Rhythmus stattfindet.

Die Besucher hatten gestern die Auswahl zwischen 13 verschiedenen Imbissbuden. Neudeutsch ist der Feierabendmarkt also eigentlich ein "Streetfoodmarkt". Das sei manchen aber einfach noch nicht so geläufig, sagt Robert Jordan.

Was Streetfood ausmacht, wussten die Besucher spätestens, als sie bei den "Bordsteinschwalben" in der Schlange standen. Das junge Paar aus Mühlrath ist seit einem Jahr mit seinem Foodtruck, einem selbst ausgebautem Campingwagen aus den 70er Jahren, unterwegs. "Wir sind Quereinsteiger", sagt Stefanie Fehlmann. Die 26-jährige Schweizerin ist der Liebe wegen an den Niederrhein gezogen. Die "Bordsteinschwalben" bieten Pastrami an. Das ist ein Sandwich mit gepökeltem und gesmokten Rindfleisch. Und wer sich an das Neue nicht heran wagt, kann dort auch einen reichhaltigen Burger bekommen. Dafür haben sich Iris Brenner und Monika Naue aus Wevelinghoven entschieden. Es schmecke sehr gut, bringen sie beim Kauen heraus. Nur eine Kleinigkeit würden die beiden Damen aus der Gartenstadt vermissen: einen Getränkestand. Am Stand mit den den Südtiroler Spezialitäten gebe es zwar auch Bier zu kaufen, aber die Auswahl an "flüssiger Nahrung" dürfte ein bisschen reichhaltiger sein.

Der Feierabend- respektive Streetfoodmarkt soll bis Ende September insgesamt elf Mal aufgebaut werden. Man sei noch in der Findungsphase und könne noch mit den Angebot experimentieren, meint Rolf Göckmann. Wichtig sei, dass der Markt auch die Jugend anlocke. Der Grevenbroicher Sänger Franco Barranco hat da eine Vision: "In Italien, auf einer kleinen Piazza wie dieser, treffen sich im Sommer die Alten mit dem Krückstock, Eltern, die jungen Leute und Kinder." So stellt er

sich das auch auf dem Marktplatz in Grevenbroich vor. Schließlich stehe "GV" ja auch für "Genießen und Verweilen", sagt Stadtmarketing-Mann Jordan.

Für die "Bordsteinschwalben" sei der Feierabendarkt eine gute Möglichkeit, ihre Pastramis bekannter zu machen. Das klappe im familiärer Atmosphäre oft besser.

Quelle: NGZ
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