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Grevenbroich
Ferienkörbchen für den Vierbeiner in "Wuffotel" und "Huta"

Grevenbroich. Ob spontaner Wochenendausflug oder ausgedehnte Ferien: Manchmal ist es unmöglich, seinen vierbeinigen Liebling mitzunehmen. Können Katze oder Hund nicht mitkommen, ist eine Tierpension eine Option. Woran erkennen Halter eine gute Betreuung? Von Valeska von Dolega

"Fürs gute Gefühl", wie Birgit Garrelts sagt, führt sie Hundebesitzer zunächst durch das von ihr geführte Wuffotel in Kapellen. 24 Zimmer gibt es hier, alle sind gefliest, haben ein Fenster, sind mit Decke und Wassernapf ausgestattet. "Wer mag, kann auch ein möbliertes Zimmer buchen", je nach Gusto stehen dann Hundehütte oder gemütliche Polster bereit. Platz für eigene Mitbringsel ist auch. Etwa 50 Hunde können im vormaligen Nirgendwo an der Neusser Straße untergebracht werden. "Das hängt von der Zimmerbelegung ab", denn nach sozialverträglichen Kriterien werden homogene Gruppen zusammen gestellt.

Wie im Menschenhotel checken die Tiere ein, und wie im Krankenhaus gibt es zu jedem Gast eine Art Akte. Name, Rasse und Alter sind darauf ebenso notiert wie die Fütterungswünsche, ob Medikamente verabreicht werden und unter welcher SOS-Nummer der Besitzer im Notfall zu erreichen ist. Genügend Betreuer mit entsprechenden Nachweisen über Sachkunde sowie einen Paragraf-Elf-Schein stehen parat.

Auf knapp 5000 Quadratmetern Fläche befinden sich insgesamt zehn Ausläufe. Aber: Rechtzeitige Anmeldung ist notwendig, um den vierbeinigen Liebling - übrigens finden auch Katzen hier ihre Urlaubsbleibe - "abgeben zu können. "Wir haben einen Vorlauf von vier Wochen." Ebenso wie das Wuffotel gibt es die von Claudia Bluhm geführte Huta im fünften Jahr. Bislang sind es hier überwiegend Tagesgäste, die sich auf dem insgesamt etwa 1200 Quadratmeter weiten Arreal tummeln. "Aber wir haben auch immer Platz für Feriengäste", sagt Inhaberin Bluhm. Grundsätzliches Kriterium für die temporäre Aufnahme ist auch an der Heinrich-Goebel-Straße die "Sozialverträglichkeit". "Das ist ein Rein- und Rauslaufen wie im Kindergarten", beschreibt Claudia Bluhm, je nach Wetterlage gehört beispielsweise der Hunde-Pool zu den Attraktionen, auf einem Sandberg kann getobt werden, und es gibt einige Aufbauten zum Springen und Verstecken. Alle Mitarbeiter verfügen über entsprechende Ausbildungsnachweise, im Team ist sogar ein Hundepsychologe. Fachleute von Tierschutzvereinen weisen darauf hin, dass in einer Tierpension nur geimpfte Tiere aufgenommen werden sollten. Fragt der Betreiber den Halter erst gar nicht, ob sein Tier geimpft ist, ist zu befürchten, dass darauf kein Wert gelegt wird. Auch nach der tierärztlichen Betreuung sollten Halter sich erkundigen.

Petra Rebel vom Tierheim in Rommerskirchen-Oekoven weist darauf hin, Tierfreunde mögen sich, bevor sie sich Hund und Co. anschaffen, Gedanken über die Unterbringung in Ferienzeiten machen. "Ratzfatz ist ein Hund angeschafft und ebenso schnell ausrangiert", weiß sie aus bitterer Erfahrung.

Quelle: NGZ
 
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