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Grevenbroich
Fernsehsender testet Zebrastreifen in 3D-Optik

Grevenbroich: Fernsehsender testet Zebrastreifen in 3D-Optik
Verblüffender Effekt. Sascha Winkel von RTL auf einem "schwebenden" Zebrastreifen. Autofahrer sollen so langsamer und vorsichtiger fahren. FOTO: D. Staniek
Grevenbroich. Sozusagen über die Straße schweben konnten Fußgänger am Freitag in Kapellen, zumindest wirkte es auf der kleinen Straße "Deusse Faht" so. Für einen Beitrag hatte das Team der Nachrichtensendung "Punkt 12" bei RTL auf der Fahrbahn einen 3D-Zebrastreifen aufmalen lassen - der Effekt verblüffte. Von Carsten Sommerfeld

"Wir haben in Island die 3D-Zebrastreifen gesehen und fanden das gut", berichtet Sascha Winkel, Redakteur und Reporter für RTL. In der Kleinstadt Isafjordur soll der Zebrastreifen, dessen Balken über der Straße zu schweben scheinen, Verkehrsteilnehmer zu mehr Vorsicht anhalten. "Wir wollten testen, wie ein solcher Zebrastreifen in Deutschland ankommt", erläutert Sascha Weinkel. Der 30-Jährige wohnt in Noithausen und fragte bei der Stadt Grevenbroich an, ob die ein Stück Fahrbahn für einen Test zur Verfügung stelle. Die Stadt habe die Aktion auf der kleinen Straße Deusse Faht zwischen Friedrich- und Kurze Straße erlaubt.

Am Donnerstag machte sich 3D Streetart-Künstlerin Frederike Wouters ans Werk, sie malte weiße Streifen mit schwarzen Schatten auf den Asphalt. "Es sah aus, als würden weiße Kanthölzer über der Fahrbahn schweben", schildert Sascha Winkel das Ergebnis. "Für Autofahrer wirkte das , als würde sich vor ihnen ein Hindernis auf der Straße befinden." Etwa fünf bis sechs Stunden habe die Erstellung des ungewöhnlichen Überwegs gedauert.

Am Freitag wurde auf der Deusse Faht die Resonanz auf den ersten 3D-Zebrastreifens im Stadtgebiet abgefragt. "Wir haben sowohl Fußgänger als auch Autofahrer befragt", berichtet Sascha Winkel. Die Resonanz war durchweg positiv. Gelobt worden sei die gute Kenntlichmachung durch den 3D-Effekt. Das Team stellte zudem fest, dass Autofahrer angesichts des scheinbaren Hindernisses auf die Bremse traten. Begrüßt worden sei der Standort des Überwegs an der kleinen Straße.

Doch die Streifen im 3D-Look, die laut Winkel den Vorgaben für einen Überweg in Deutschland nicht entsprechen, sind schon Vergangenheit. Nach den Filmaufnahmen machte ein Hochdruckreiniger ihnen ein Ende. Aber: "Wir hoffen, dass sich nun eine Diskussion entwickelt", sagt Winkel. Die Gestaltung der Fußgängerüberwege sei 2011 letztmals reformiert worden, vielleicht sei jetzt die Zeit für eine weitere Änderung - mit 3D-Effekt.

Quelle: NGZ
 
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