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Grevenbroich
Feuer in Pferdestall: Polizei geht von technischem Defekt aus

Reitstall in Grevenbroich brennt lichterloh
Reitstall in Grevenbroich brennt lichterloh FOTO: Dieter Staniek
Grevenbroich. Für das Feuer im Pferdestall an der Römerstraße ist wahrscheinlich ein technischer Defekt verantwortlich. Davon geht die Polizei aus. Brandstiftung schließen die Ermittler aus. Bei dem Feuer am Montagabend starben fünf Pferde und ein Hund.  Von Carsten Sommerfeld

Erschüttert sind seit Montag viele Anwohner der Römerstraße in Wevelinghoven. Fünf Pferde und ein Hund fielen bei einem Brand den Flammen zum Opfer, zwei Menschen wurden verletzt. Der Stall brannte vollständig aus. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, ist für das Feuer wahrscheinlich ein technischer Defekt verantwortlich. Brandstiftung schlossen die Ermittler aus.

Eine hohe Rauchsäule wies Montag am späten Nachmittag den Einsatzkräften den Weg, viele Meter hoch schlugen die Flammen über dem Stall auf einem Grundstück an der Römerstraße in Wevelinghoven.  "Ich arbeitete im Obergeschoss am Computer. Plötzlich hörte ich ein Prasseln und sah durch das Fenster die Flammen", schildert Ludwig Schneider, der 66-Jährige wohnt rund 60 Meter von der Brandstelle entfernt. Dramatische Szenen spielten sich an dem Pferdestall, der auf einem Grundstück ein Stück von der Straße entfernt liegt, ab. Mehrere Menschen versuchten, die Tiere aus den Flammen zu retten.

Fünf Pferde und ein Hund sind bei dem Brand gestorben. Laut Polizei wurden zwei Frauen bei dem Versuch, die Tiere zu retten, leicht verletzt, sie brauchten zum Glück nur ambulant zu werden.

Ein Großaufgebot der Freiwilligen Feuerwehr wurde gegen 17.45 Uhr alarmiert, rund 35 Feuerwehrleute der hauptamtlichen Wache sowie der Löschzüge Wevelinghoven, Kapellen und Stadtmitte waren an der Brandstelle im Einsatz. "Als die erste Einheit eintraf, stand der Schuppen bereits im Vollbrand", berichtet Einsatzleiter Jan Boßems. Die Flammen bildeten nicht die einzige Gefahr: "Wir mussten mehrere Gasflaschen kühlen und bergen."

Mit mehreren Strahlrohren gingen die Einsatzkräfte unter Atemschutz gegen das Feuer vor, doch das aus Holz und einem Blechdach errichtete Gebäude, das über einen Weg von der Römerstraße zu erreichen ist, war nicht zu retten. Nur verkohlte Balken und Wände blieben von dem rauchenden Gebäude übrig. Mit Schaum löschte die Feuerwehr die Glutnester ab. "Wir werden hier noch mehrere Stunden im Einsatz sein", erklärte Jan Boßems am Abend. Eine Brandwache sollte dafür sorgen, dass das Feuer in der nach wie vor heißen Ruine erneut ausbrach.

 

Quelle: NGZ
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