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Grevenbroich
Feuerwehr: Fünf Fraktionen kritisieren Krützen

Grevenbroich. Das Fünfer-Bündnis von CDU, UWG, FDP, ABG und "Mein Grevenbroich" hadert mit Bürgermeister Klaus Krützen. Scharf kritisiert werden seine jüngsten Äußerungen zu Feuerwehrchef Udo Lennartz. Damit sei ihr Vertrauen in Krützen "erheblich erschüttert" worden, so die fünf Fraktionsvorsitzenden. In einem gestern versandten offenen Brief an den Verwaltungschef machen sie deutlich, dass eine Zusammenarbeit in dieser Sache "derzeit nicht mehr möglich" sei.

Bei der Mitgliederversammlung der SPD hatte Krützen eine Lanze für Lennartz gebrochen und den politischen Umgang mit dem städtischen Mitarbeiter kritisiert - er sei "wie ein Bär am Nasenring" durch die Manege gezogen worden.

Diese Aussage könnten sie nicht nachvollziehen, schreiben die Vorsitzenden Wolfgang Kaiser, Carl Windler, Markus Schumacher, Rolf Göckmann und Martina Suermann in ihrem offenen Brief. Denn Krützen habe erst vor wenigen Wochen erklärt, wieder Ruhe in die Feuerwehr hineinbringen zu wollen. Man habe ihm die gewünschte Zeit zugestanden, um Gespräche mit den Beteiligten zu führen. Mit seinen Äußerungen habe sich Krützen aber nun gegen diese Mehrheitsentscheidung positioniert; er habe seine Neutralitätspflicht verletzt. Die fünf Fraktionen machen in ihrem Brief deutlich, dass sie die fachliche Qualifikation von Lennartz "zu keinem Zeitpunkt" in Zweifel gezogen hätten. "Vielmehr ging es um die fehlende Einsicht, einen zumutbaren Beitrag zur Haushaltskonsolidierung zu leisten."

Kritik an der Kritik übte gestern SPD-Fraktionschef Horst Gerbrand, der in dem offenen Brief die Handschrift seiner ehemaligen Parteikollegin Martina Suermann erkannte: "Ich habe das Gefühl, dass sie mit ihrer kleinen Fraktion die großen wie ein Bär am Nasenring durch die Arena zieht", konterte er. Der Brief selbst sei "Kindergartenkram", er halte ihn für "einen Sturm im Wasserglas". Dass sich der Bürgermeister hinter einen Mitarbeiter gestellt hat, sei richtig gewesen, betont Gerbrand: "Das bedeutet aber nicht, dass er sich in der Sache festgelegt hat." Der Fall "Feuerwehr" werde wie angekündigt sorgfältig von Klaus Krützen geprüft.

(wilp)
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