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Grevenbroich
Feuerwehr trainiert Einsätze auf Eisenbahnstrecken

Grevenbroich. Hauptamtler hoben mit Spezialtechnik Waggon an.

Zu einer nicht alltäglichen Übung rückte ein Dutzend hauptamtliche Feuerwehrleute aus. Die Grevenbroicher Feuerwehr trainierte auf einem Bahngelände in Düsseldorf den Einsatz an Schienenfahrzeugen. Dafür stand extra ein Personenzug-Waggon bereit. "Angenommen wurde, dass ein Mensch unter dem Fahrzeug eingeklemmt war und gerettet werden musste", erläutert Detlev Schwerdtner, Sachgebietsleiter für Ausbildung. Die für die Übung erforderliche Ausrüstung hatte die Wehr mitgebracht. Der Rüstwagen verfügt über alles, was für technische Hilfeleistungen benötigt wird. Mit zwei Lufthebekissen wurde das viele Tonnen schwere Schienenfahrzeug angehoben, mit Keilen war der Waggon gegen Weggrollen gesichert. "Mit dem größten Hebekissen auf dem Rüstwagen können bis zu 54 Tonnen angehoben werden", berichtet Schwerdtner. "Wir nutzen gern Möglichkeiten, um unter möglichst realistischen Bedingungen zu üben."

Vorausgegangen war ein theoretischer Teil. Die Feuerwehrleute erfuhren beispielsweise, wie sie im Einsatzfall die Notentriegelung betätigen, um in den Zug gelangen, und über welche Sicherheitseinrichtungen die Fahrzeuge verfügen. Für den Feuerwehreinsatz an Bahnstrecken gelten angesichts der Gefahr durch Züge und Oberleitung besondere Sicherheitsvorkehrungen. "Bevor wir dort arbeiten, ist eine schriftliche Bestätigung erforderlich, dass die Zugstrecke frei ist", betont Detlev Schwerdtner. Zudem werde das Vorgehen mit dem Notfallmanager der Deutschen Bahn abgesprochen.

Das bei der Übung erhobene Wissen kommt der Feuerwehr nun in ihrem Einsatzbereich zugute, schließlich laufen mehrere Eisenbahnstrecken durch das Grevenbroicher Stadtgebiet.

(cso-)
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