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Grevenbroich
Finnische Künstlerin preist Gott und die Schönheit ihres Landes

Grevenbroich. Annuka Laine hatte vor einigen Monaten bereits bei Roland Brozio in Grevenbroich ausgestellt. Den Kontakt zu der in Finnland lebenden Künstlerin hatten die Eheleute Jessika Kuehn-Velten und Heiner Labonde hergestellt. Jetzt sind 27 Bilder der finnischen Künstlerin in der Wevelinghovener Galerie p 91 von Anneliese vom Scheidt zu sehen. Und Heiner Labonde, dessen Verlag sich schwerpunktmäßig finnischen Schriftstellern widmet, hat soeben einen Bildband mit Werken von Annuka Laine herausgebracht.

Die Künstlerin war zur Ausstellungseröffnung nicht anwesend, aber Heiner Labonde konnte die Besucher über deren Werk informieren. "Finnland ist die Schnittstelle zwischen der westlichen und der östlichen Kultur, das Leben dort ist geprägt von sehr intensivem Licht auf der einen und langer Dunkelheit auf der anderen Seite", erklärte er. Mit diesem Wissen im Hinterkopf müssen die Bilder der Künstlerin, die 2015 60 Jahre alt wird, betrachtet und begriffen werden.

Annuka Laine, die unter anderem im deutschen Ottersberg Kunst, Kunsterziehung und Kunsttherapie studiert hat, ist ein tief religiöser Mensch. "Ihre pointillistische Pinselführung sowie die Studien der Ikonenmalerei und der Theologie der Bilder treffen sich in einer fast mosaikhaften Bildgestaltung mit eindringlicher Plastizität und Dimensionalität", sagte die Galeristin Anneliese vom Scheidt in ihrer Einführungsrede. Der Künstlerin gehe es darum, Gott "das Lob der Schöpfung in Farben zu singen".

In vielen ihrer Bildern scheint sie die Schönheit ihres Landes zu preisen: Es sind mitunter Arbeiten, kaum so groß wie eine Postkarte, die von einer heilen, idyllischen und höchst behaglichen Welt erzählen. Da ist zum Beispiel ein Bild aus einer Küche, in der gebacken wird. Durchs Küchenfenster ist die verschneite Landschaft zu sehen. Finnland ist aber auch ein besonders kaltes Land mit einer sehr geringen Einwohnerdichte. Immer wieder taucht der Wolf auf: Einsam, nicht im Rudel, von matter, blauschwarzer Farbe umgeben, die die Kälte symbolisiert. Im Stil des Pointillismus schuf Annuka Laine aber auch Bilder, auf denen eine üppige Vegetation dominiert.

Die Ausstellung an der Poststraße 91 ist bis Sonntag, 7. Juni, geöffnet - bis zum 17. Mai immer samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr, anschließend nach Vereinbarung.

(barni)
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