| 00.00 Uhr

Grevenbroich
Förderverein will Licht in den Stadtpark bringen

Grevenbroich. Bis zum Gartenschau-Jubiläum im Jahr 2020 soll aus dem verwilderten Areal wieder ein offener Park werden. Von Wiljo Piel

Der Stadtpark soll wieder in den Zustand versetzt werden, den er 1995 zur Zeit der Landesgartenschau hatte. Das ist der Plan eines neuen Fördervereins, der sich um den Vorsitzenden Johannes Haas gebildet hat. Sein Ziel möchte er bis 2020 erreichen - also 25 Jahre nach dem Großereignis, das Grevenbroich seinerzeit überregional in die Schlagzeilen brachte.

Was der Verein vorhat, skizzierte er jetzt gegenüber den Mitgliedern des Umweltausschusses. "Vieles ist verwildert, manches reparaturbedürftig - darum wollen wir uns in den nächsten Jahren kümmern", sagte Haas. Die Mitglieder haben sich den Gartenarchitekten Bernd Franzen ins Boot geholt, der ihnen beratend zur Seite steht. Für den Gustorfer ist das eine Ehrensache: Am 1. Januar 1975 geboren, ist er nicht nur der "erste Bürger" der "neuen" Stadt Grevenbroich, sondern hat als Zivi auch dabei geholfen, viele tausend Blumen für die Gartenschau zu pflanzen.

Was getan werden soll: Weil Bäume und Sträucher in den vergangenen Jahren wucherten, sind viele dunkle Stellen auf dem Gelände entstanden - und damit Angsträume für die Besucher, sagte Franzen. "Da muss mehr Licht rein." Die vom Gartenschau-Planer Georg Penker geschaffenen Sichtachsen - etwa zur City-Kirche St. Peter und Paul oder zur Villa Erckens - seien zudem heute so gut wie nicht mehr existent. "Unter dem Motto ,Weniger ist mehr' muss eine Menge freigeschnitten werden", sagte Franzen.

Ziel der Aktion sei es, wieder offene Räume im Stadtpark zu gestalten, mit großen Bäumen und weiten Rasenflächen - "das ist es, was einen Park ausmacht", meinte der Gartenarchitekt. Zudem sei ein solches Gelände auch einfacher zu pflegen, was letztlich die Kosten reduziere. Hier und da - das hat der Verein bei einem Rundgang mit Georg Penker festgestellt - gibt es einen Wartungsstau. So sind etwa die großen Wasserbecken am Eingang des Parks reparaturbedürftig.

Ihre Aktionen wollen die Freunde des Stadtparks mit Beiträgen (mindestens 25 Euro im Jahr) und Sponsorengeldern realisieren. Ihre Unterstützung haben mittlerweile auch der Verkehrs- und der Kunstverein signalisiert. Darüber hinaus ist eine enge Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung geplant. "Wir werden uns künftig gemeinsam über Reihenfolge und Inhalte der geplanten Arbeiten abstimmen", sagte der Beigeordnete Florian Herpel. Das erste Gespräch dieser Art wird am kommenden Montag im Rathaus stattfinden. Möglicherweise, so Herpel, werde die Aktion "Park" auch finanzielle Auswirkungen auf die Stadt haben - "etwa im Jubiläumsjahr 2020".

Über mangelndes Interesse kann sich der Förderverein nicht beklagen. Im September von 17 Gleichgesinnten gegründet, ist er auf 43 Mitglieder angestiegen. "Es können ruhig noch mehr werden", sagt Haas.

Quelle: NGZ
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Grevenbroich: Förderverein will Licht in den Stadtpark bringen


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.