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Grevenbroich
Forstarbeiter müssen neu gepflanzte Bäume schützen

Grevenbroich. Stadtförster Frank Wadenpohl ist frustriert. "Wir kommen trotz Überstunden mit dem Arbeiten im Wald gar nicht mehr hinterher." Zurzeit könnten erst die Tätigkeiten erledigt werden, die eigentlich bereits vor drei Monaten angestanden hätten - doch die Mitarbeiter kommen nicht nach.

Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen waren die Waldexperten mit den Aufräumarbeiten nach Pfingststurm "Ela" beschäftigt, haben etwa Schäden beseitigt und Wege freigeräumt. Danach kamen die Wiederaufforstungen. Doch kaum war der junge Baumnachwuchs gesetzt, rückte ihm der "Ela"-Nachfolger Niklas im März 2015 zu Leibe. "Das hat uns nochmals zurückgeworfen", so der Stadtförster.

Denn nun musste erneut aufgeräumt werden - und dieses mit besonderer Sorgfalt rund um die neu gesetzten Bäume. Gerade der Baum-Nachwuchs bereitet Frank Wadenpohl aber Sorgen: "Wir müssen ihn gegen Verbiss schützen, haben etwa Kunststoffdraht aufgestellt oder Stämme mit Bitterstoffen präpariert." Doch eine weitere Schwierigkeit kommt hinzu: Eigentlich hätten die Forstmitarbeiter längst wildwuchernde Pflanzen wie etwa Brombeeren beseitigt haben müssen. Doch da ihnen dazu bisher die notwendige Zeit fehlte, müssen sie das jetzt nachholen. Und es dauert in diesem Jahr besonders lange, denn: "Rund um die jungen Bäume können wir oft nur mit der Hand arbeiten", beschreibt Wadenpohl.

Auch wenn viele Besucher bereits die sichtbaren Fortschritte im Grevenbroicher Forst loben, ist der Stadtförster weniger optimistisch: "Es dauert noch 15 bis 20 Jahre, bis die Schäden von Ela nicht mehr zu erkennen sein werden."

(busch-)
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