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Grevenbroich
Friedhofsmauer ist ein Pflegefall

Grevenbroich. Nach Klagen über den Wevelinghovener Friedhof handelt die Stadt.

Nach den Beschwerden von Bürgern und der CDU über den Zustand des Wevelinghovener Friedhofs hat die Stadtverwaltung reagiert. Mehrere Mängel wurden mittlerweile beseitigt - darüber wird Dezernent Claus Ropertz die Politiker im Landschaftspflege- und Umweltausschusses, der am Mittwoch, 22. Juni tagt, informieren. Marode Teile der Friedhofsmauer müssen jedoch saniert werden oder sollen durch einen Zaun ersetzt werden.

Lang war die Mängelliste, mit der die CDU-Fraktion die Verwaltung zum Handeln aufforderte. "Der Friedhof ist in einem erbärmlichen Zustand", hatte CDU-Ortsverbandsvorsitzender Uwe Holl im Februar geschimpft. Die Friedhofsmauer sei beschädigt, an der Sammelstelle für Abfälle sehe es schlimm aus, zum Teil seien Abgrenzungen defekt. Und die Wasserentnahmestelle an der Mauer sei undicht. Ausschussvorsitzender Ralf Cremers (CDU) plädierte damals dafür, den Pflegezustand aller Friedhöfe der Stadt zu prüfen.

Nach einer Ortsbesichtigung in Wevelinghoven bestätigte die Verwaltung die Mängel dort und handelte. Der Abfallplatz wurde nach Auskunft aus dem Rathaus in Ordnung gebracht, die Wasserzapfstelle repariert. Zudem wurde auf einigen, "nicht ordnungsgemäß abgeräumten Gräbern nachgearbeitet".

Als ein größerer Pflegefall stellte sich allerdings die Friedhofsmauer heraus. Die aus den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts stammenden Mauern entlang der Langwadener Straße sowie am Fußweg am nördlichen Ende seien "noch standsicher". An der Langwadener Straße müssten mehrere Steine ersetzt werden, seien auch umfangreiche Ausfugarbeiten erforderlich.

An der rückwärtigen Friedhofsmauer reichen derartige Reparaturen nicht. Die Schäden dort sind laut Ropertz "so umfangreich, dass sich eine Sanierung nicht mehr lohnt". Die Verwaltung schlägt als Ersatz die Errichtung eines Stabgitterzauns vor. Der Ausschuss soll diesen Maßnahmen grundsätzlich zustimmen und die Verwaltung beauftragen, die Kosten zu ermitteln.

Ebenfalls marode ist nach Auskunft der Stadtverwaltung das Tor am Hauptweg. "Da es aber nie geschlossen wird, könnte es komplett entfernt werden", so Ropertz.

(cso-)
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