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Grevenbroich
Fußgängertunnel und GOT-Zukunft: Themen beim Stadtteilgespräch

Grevenbroich. Landrat-Hans-Jürgen Petrauschke muss vermehrt mit Post aus der Südstadt rechnen - zur nach wie vor "auf Eis" liegenden Sanierung des maroden Tunnels Zedernstraße. Dieses und andere Verkehrsprobleme beschäftigen Südstädter - und die Zukunft des Jugendtreffs GOT. Beide Themen wurden im Stadtteilgespräch für die Südstadt angesprochen, zu dem Bürgermeister Klaus Krützen in die Käthe-Kollwitz-Gesamtschule eingeladen hatte. Rund 60 Bürger kamen. Von Carsten Sommerfeld

Jahrelang kämpften Südstädter für die Sanierung des Fußgängertunnels Zedernstraße, eine Initiative sammelte knapp 2300 Unterschriften. Die Stadt zeigte in der Gesamtschule fertige Baupläne, doch: "Der Landrat hat dem Projekt kein Testat erteilt", sagte Fachbereichsleiter Peter Mühlenbruch. Die finanzarme Stadt hätte 350.000 Euro übernehmen müssen, doch die Finanzaufsicht erteilte keine Zustimmung, sah keine zwingende Notwendigkeit. "Es handelt sich um eine wichtige Verbindung zur Innenstadt, aber es scheitert am Eigenanteil", betonte Mühlenbruch. Laut Stadt könnte sich das ändern, wenn das Projekt nicht als freiwillige, sondern als Pflichtaufgabe bewertet würde. Wäre es hilfreich, wenn sich viele Bürger an den Landrat wenden, wurde aus dem Zuhörerraum gefragt. "Das könnte gegebenenfalls ein Weg sein", sagte Krützen. Andere Verkehrsprobleme sind etwa Mopeds, die trotz Verbot durch die Unterführung Lindenstraße knattern - Mühlenbruch: "Die Kontrolle ist Aufgabe der Polizei" - oder gefährliche Verkehrssituationen im Mündungsbereich Herkenbuscher Wegs/Kolpingstraße: Wir machen einen Ortstermin", verspricht Krützen. Klagen gibt's auch über Raser im Stadtteil. "Auf fast allen Straßen in der Südstadt gilt Tempo 30, das gibt es in anderen Stadtteilen so nicht", gab Mühlenbruch zu bedenken.

Ein Thema war auch die Zukunft des Jugendtreffs GOT, für den der Seelsorgebereich Vollrather Höhe in seinem Gebäudekonzept künftig weniger Raum vorsieht. " Wenn der Saal wegfällt, haben viele Gruppen für größere Veranstaltungen keine Räumlichkeit mehr", sagt Willi Lüpschen vom Förderverein der Gemeinschaft der Südstadt. "Wir sind im Gespräch mit der Kirche. Alle Beteiligten sind sich einig, dass das GOT als Pfeiler der Jugendarbeit erhalten bleiben muss", sagt Krützen.

Quelle: NGZ
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