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Grevenbroich
Garten-Allianz für den Stadtpark gebildet

Grevenbroich: Garten-Allianz für den Stadtpark gebildet
Gartenschau-Planer Georg Penker (Mitte) mit den Protagonisten der Garten-Allianz, die sich um die Wiederherstellung des Stadtparks kümmern. FOTO: A. Tinter
Grevenbroich. Landesgartenschau-Planer Georg Penker ist seit gestern Ehrenmitglied des Fördervereins. Von Wiljo Piel

Im Stadtpark wird fleißig gearbeitet. Ein etwa 3500 Quadratmeter großes Teilstück - das sogenannte Platanen-Rondell - wird lichter gemacht. Bäume und Sträucher wurden beschnitten, große Rhododendron-Büsche umgesetzt, und demnächst sollen neue Rosensträucher und Kirschlorbeeren gepflanzt werden. "Ein großartiges Engagement", lobt Georg Penker, der die Landesgartenschau 1995 plante. Dass ein Teil seiner Kreation in ehrenamtlicher Initiative wieder auf Vordermann gebracht wird, begeistert den 92 Jahre alten Neusser: "Das ist nicht alltäglich."

Seit gestern ist Georg Penker Ehrenmitglied des von Johannes Haas (74) geleiteten Fördervereins für den Stadtpark. Die Mitglieder haben sich vorgenommen, das teilweise verwilderte Areal bis 2020 - rechtzeitig zum 25-Jahr-Jubiläum der Landesgartenschau - wieder in seinen ursprünglichen Zustand zu versetzen. "Dafür wurde eigenes die Grevenbroicher Garten-Allianz gebildet", sagt der Landschaftsgestalter Bernd Franzen, der den Förderverein ehrenamtlich berät. Zu diesem Bündnis zählen neben den Stadtbetrieben auch die heimischen Garten- und Landschaftsgestalter Alexander Fonken und Uwe Trippel mit ihren Teams. Das gemeinsame Ziel: Schritt für Schritt soll der Stadtpark bis zum Gartenschau-Jubiläum heller und freundlicher gestaltet werden.

Für Georg Penker hat das Areal zwischen der Villa Erckens und den ehemaligen Industriegebäuden auf der Stadtparkinsel eine historische Bedeutung: "Der Industrielle Oskar Erckens hat sein Wohnhaus und seine Fabrik mit einem Park verbunden - und damit eine großartige gründerzeitliche Vision umgesetzt, die selten am Niederrhein zu finden ist", sagt der Landschaftsarchitekt. Diese Einheit gelte es zu pflegen und der Nachwelt zu erhalten.

Ein Anliegen, das Georg Penker mit der Wiederherstellung des Parks verbindet: "Hier sollte eine Restauration hin, in der sich die Besucher des Gartens treffen können", sagt er. "Ein schöner Park braucht auch ein Café - das ist eine uralte Weisheit."

Quelle: NGZ
 
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