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Grevenbroich
Gemeinde-Wohnhaus soll bis Ende 2017 stehen

Grevenbroich: Gemeinde-Wohnhaus soll bis Ende 2017 stehen
Architektin Angelika Teske-Naumann (v.l.), Pfarrerin Monika Ruge und Presbyteriumsvorsitzende Barbara Gigowski. FOTO: Lothar Berns
Grevenbroich. Vier seniorengerechte Wohnungen und einen neuen Treffpunkt baut die evangelische Kirchengemeinde jetzt an der Graf-Kessel-Straße. Von Gundhild Tillmanns

Ein Zeichen der Präsenz in der Innenstadt will die evangelische Kirchengemeinde Grevenbroich mit ihrem Neubau an der Graf-Kessel-Straße setzen. Gestern wurde nach dem Sonntagsgottesdienst in der Christuskirche der symbolische erste Spatenstich für das neue Gemeindeamt vorgenommen. Es soll neben den Verwaltungsbüros einen größeren Gruppenraum für etwa 50 Personen, einen Seelsorgeraum für Einzelgespräche bereithalten. Außerdem sollen im ersten und zweiten Stock vier, jeweils 80 Quadratmeter große, Mietwohnungen entstehen. Sie werden seniorengerecht ausgebaut. Dazu gehören auch ein Aufzug und abgesenkte Türschwellen.

Und laut Kirchbaumeister Henning Walther gibt es auch bereits erste Mieteranfragen, aus dem Kreise der Senioren. Zusagen sollen aber erst erfolgen, "wenn die Klinker am Haus sind", wie Walther sagt. Im Dachgeschoss wird eine etwa 110 Quadratmeter große Wohnung entstehen, die laut Walther höchstwahrscheinlich von Pfarrerin Monika Ruge bezogen wird. Das Pfarrhaus auf dem rückwärtigen Grundstück sei für sie alleine zu groß.

Auf insgesamt 1,5 Millionen Euro beläuft sich der Kostenvoranschlag für den Bau, der anstellte des bereits abgerissenen Altbaus der evangelischen Kirchengemeinde tritt. Deren Presbyterium hatte sich aus Wirtschaftlichkeitsgründen für den Abriss und den Neubau entschieden. Denn der Altbau an der Graf-Kessel-Straße hätte einen erheblichen Sanierungsbedarf gehabt.

Bei einem Neubau ergibt sich nun auch die Möglichkeit, weitgehend barrierefrei zu planen und moderne Dämm- und Heiztechnik vorzusehen. Durch Energieeffizienz werde der Neubau wirtschaftlicher, betonte die Vorsitzende des Presbyteriums, Barbara Gigowski, gestern bei der Gründungsfeier für die Bodenplatte.

Kosten- und Zeitrahmen bis Ende 2017 werden laut Gigowski und Walther aller Voraussicht nach eingehalten. Finanziert wird der Neubau aus dem Verkaufserlös der früheren Matthäus-Kirche in der Südstadt. Das neue Gemeindeamt werden, wie auch das alte, weiterhin die evangelischen Gemeinden Grevenbroich und Wevelinghoven gemeinsam in Anspruch nehmen. Der Gruppenraum bzw. kleine Saal lässt sich für unterschiedliche Gemeindezwecke nutzen und soll als Ergänzung zu dem großen Saal an der Christuskirche dienen.

Was zur Zeit auf der Baustelle wie große Maulwurfhügel aussieht, sind die ausgehobenen Bohrstellen für die Betonfundamente, die dem Haus im Lehmboden der Erft-Aue so den nötigen Halt und Stand geben sollen. Unterkellert wird der Baukörper nicht, es gibt laut Kirchbaumeister aber im Erdgeschoss mit Kellern vergleichbare Stauräume für die Wohnungen.

Entworfen wurde das Haus von Architektin Angelika Teske-Naumann, die sich bemüht hat, die Gestaltung ins Straßenbild einzupassen. Weiß und ein rötliches Umbra sind die Fassadenfarben. Gigowski erinnerte gestern auch an das zähe, jahrelange Ringen im Presbyterium um den Neubau. Bereits 2010 waren aus dem Altbau die letzen Mieter ausgezogen.

Quelle: NGZ
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