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Grevenbroich
Geschichtsverein präsentiert Thriller aus dem Mittelalter

Grevenbroich. Dröge Daten können mit spannenden Geschichten verbunden sein. Das gilt etwa für die Gründung von Kloster Meer im Jahr 1166 durch Hildegund von Liedberg. "Dahinter steckt eine Story, die sich wie ein Thriller liest - voll mit Intrigen und Ränkespielen", sagt Friedrich Schmitz, Vorsitzender des Geschichtsvereins. Mike Kunze aus Meerbusch, ein Hildegund-Experte, wird dieses "Game of Thrones"-artige Stück aus dem Rhein-Kreis am 10. Oktober in der Villa Erckens vorstellen. "Ein Besuch wird sich auf jeden Fall lohnen", verspricht Schmitz.

Der Vortrag ist einer von vielen Programmpunkten, die der Geschichtsverein in der zweiten Jahreshälfte anbieten wird. Nach einer Radtour, die am Dienstag den Spuren jüdischen Lebens in Grevenbroich folgte, geht es am 7. September im Museum weiter: Autor Hans-Dieter Schlangen wird unter dem biblischen Titel "Es werde Licht" über die Geschichte der Stadtwerke berichten, die vor nunmehr 150 Jahren in der Schlossstadt begann.

Was viele Grevenbroicher darüber hinaus interessieren wird: Wie war das eigentlich mit den archäologischen Grabungen auf dem Schlossbad-Gelände? Mitarbeiter des Teams Ibeling, die sich ein Jahr lang durch das Erdreich an historischer Stelle buddelten, werden am 23. November einen Überblick auf die Funde geben und eine Einschätzung vornehmen. Auch diese Veranstaltung wird im Museum stattfinden. Beginn ist um 20 Uhr.

Am 14. Dezember steht dann eine Führung durch die Ausstellung "Unterwegs" auf dem Programm, die im Museum der niederrheinischen Seele gezeigt wird. Stadtarchivar Thomas Wolff stellt ab 19 Uhr historische Dokumente vor, die darlegen, wie sich das Grevenbroicher Stadtbild durch den Einfluss großer Straßen im Laufe der Jahrhunderte veränderte. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, empfiehlt sich schon jetzt eine Anmeldung unter der Rufnummer 02181 608641.

Ungeteilter Beliebtheit erfreuen sich nach wie vor, die einmal monatlich stattfindenden Treffen des Arbeitskreises Familienforschung. "Nicht nur Grevenbroicher, sondern auch Interessierte aus dem Umland kommen zu dieser Gesprächsrunde, um sich Tipps für die Erforschung des einen Stammbaums zu holen", sagt Friedrich Schmitz. Das nächste Treffen ist am 6. September, 19 Uhr, im Auerbachhaus auf der Stadtparkinsel.

(wilp)
 
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