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Grevenbroich
Gitarren-Klassiker im alten Salon des Museums

Grevenbroich. Vor voll besetzten Sitzreihen und einem begeisterten Publikum konzertierte das "Trio Sans Frontières" jetzt im Rahmen der Gitarrenwochen der Villa Erckens. Die Dreierkombination, die ihr aktuelles Album in der ehemaligen Synagoge in Hülchrath aufnahm, hat einen besonderen Bezug zur Schlossstadt.

Der Wahl-Aachener Walter Spang wirkt nämlich seit Jahrzehnten an der Kreismusikschule und hat seine Jugend am südlichen Niederrhein verbracht.

So gab es unter einigen Zuhörern ein großes "Hallo" der Wiedersehensfreude, während Kompositionen von Peter M. Davies, Emmanuel Chabrier oder Francois Couperin stimmungsvoll und virtuos vorgetragen wurden. Hans Poth, der mit Spang bereits seit nahezu drei Jahrzehnten gemeinsam musiziert, wusste als Instrumentalist ebenso zu überzeugen wie die an der Musikhochschule Hamburg ausgebildete Anke Gerkens.

Das facettenreiche Programm der klassischen Gitarrenformation glänzte mit etlichen Höhepunkten im atmosphärisch dichten Salon der ehemaligen Bürgervilla im Stadtpark, die sich längt zum Premium-Austragungsort von ausgewählten Musikgastspielen gemausert hat. So entführten die "Spanischen Tänze Nr. 4 und 5" von Enrique Granados in südliche Gefilde, gitarristisch Adaptiertes von Isaac Albeniz beschrieben klangmalerisch Mallorca, Cordoba und Katalanien. Der romantische Tonkünstler Edward Grieg steuerte nordeuropäische Melancholie mit "Sieben norwegischen Volksliedern aus op. 17" bei, während im Hintergrund der Konzertbühne goldenes Herbstlaub in der untergehenden Abendsonne schimmerte.

"Man konnte die Freude des gemeinsamen Musizierens förmlich spüren", resümierte Besucherin Manuela Graf, "und der Gastspielort war genau richtig gewählt für ein gefühlvolles Zusammenspiel der leiseren Töne." Nach Jazz, Blues und Klassik werden die Grevenbroicher Gitarrenwochen am 24. November mit einem portugiesischen Fado-Abend fortgeführt.

Quelle: NGZ
 
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