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Grevenbroich
Globetrotter erzählt von seinen Abenteuerreisen

Grevenbroich: Globetrotter erzählt von seinen Abenteuerreisen
Viermal ist Dieter Langer um die Welt gereist: mit seiner Ehefrau fünf Jahre lang im Camper (hier im Norden Afghanistans). FOTO: D. Langer
Grevenbroich. Viermal hat sich Dieter Langer auf den Weg gemacht, die Welt zu erkunden. Jetzt berichtet er davon in der Stadtbücherei.

Eine der dramatischsten Geschichten, die der Abenteurer und Autor Dieter Langer zu erzählen hat, ist die, in der er auf seinem Segelboot im Pazifik vor Ecuador von Piraten überfallen wird. "Ich habe es geschafft, die Kerle vom Boot zu prügeln", erzählt der 71-Jährige. "Dann musste ich feststellen, dass man mir in die Brust geschossen hat."

Langer gelingt es, Hilfe zu rufen und wird gerettet. Abgehalten, seinen Traum zu leben, hat ihn dieser Zischenfall nicht. Insgesamt viermal reiste der studierte Maschinenbauer und Betriebswirt um die Welt: mit seiner Ehefrau fünf Jahre lang im Camper (davon ging es drei Jahre lang durch Afghanistan), zweimal mit einem einmotorigen Flugzeug und als Einhandsegler mit einem Zweimaster. Jetzt hat er seine Reiseerinnerungen als romanhafte Biografie niedergeschrieben. Am Donnerstag, 10. März, 19.30 Uhr, liest Langer daraus in der Reihe "Fernweh - Geschichten von Ländern und Menschen" in der Stadtbücherei. "Der Vortrag wird ein Potpourri aus allem, was ich erlebt habe", sagt der Büdericher.

Außerdem zweimal mit einem einmotorigen Flugzeug und als Einhandsegler mit einem Zweimaster (hier auf dem Indischen Ozean).

Begonnen hat alles mit einer unstillbaren Abenteuerlust. "Als ich mit 29 Jahren als Ingenieur von der Karriereleiter sprang und mit dem Camper auf Weltreise ging, hielten mich meine Freunde für verrückt", erinnert sich der Abenteurer. "Das war auch eine schwere Entscheidung, schließlich lässt man alles hinter sich. Ich wusste aber auch, dass ich als Ingenieur überall auf der Welt Arbeit finden würde, und dann hab ich's einfach gemacht." Seine Route führt Langer über die Türkei, den Iran, Afghanistan, Indien, Nepal, Thailand und Singapur. Später setzte er in die Vereinigten Staaten über, durchquerte Mexiko und ganz Südamerika. "Diese Reise hat mir gezeigt, dass alles möglich ist, ob im Beruf oder im Abenteuer", sagt der 71-Jährige.

1992 hob er in einer einmotorigen Maschine ab. Die Welt aus der Vogelperspektive faszinierte ihn so sehr, dass er drei Jahre später erneut ins Flugzeug stieg, um im Jahr der 100. Olympischen Spiele zu 28 olympischen Städten zu fliegen. Im Jahr 2000 schließlich ging Langer auf seine längste Weltreise und stach mit einem 40 Jahre alten Zweimaster in See. Zehn Jahre lang durchkämmte er die Weltmeere.

(juha)
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