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Grevenbroich
"Grab-Raub" ist jetzt ein Fall für den Staatsanwalt

Grevenbroich. Mönchengladbacher Behörde prüft zurzeit den Sachverhalt. Polizei will möglichen Tatverdächtigen vernehmen.

Mit der auf dem Friedhof an der Montanusstraße verschwundenen Grabanlage beschäftigt sich jetzt auch die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach - und betritt damit absolutes Neuland. Vergleichbare Fälle seien in der Vergangenheit jedenfalls nicht bekannt geworden, sagt Staatsanwalt Benjamin Kluck nach Recherchen in seiner Behörde. Nachdem Anzeige erstattet wurde, werde nun den Sachverhalt geprüft. "Sollten sich dabei Anhaltspunkte für eine Straftat ergeben, werden entsprechende Ermittlungsmaßnahmen in die Wege geleitet", schildert Kluck das weitere Vorgehen.

Dabei wird die Staatsanwaltschaft voraussichtlich auch mit der Kreispolizeibehörde zusammenarbeiten, der ebenfalls eine Anzeige wegen des verschwundenen Grabes vorliegt. Wie Sprecherin Daniela Dässel gegenüber unserer Redaktion berichtete, wird es noch in diesem Monat zur Vernehmung eines Mannes aus Schwalmtal kommen.

Möglicherweise steht dieser in einem Zusammenhang mit der Tat auf dem Grevenbroicher Friedhof. Wie Zeugen berichten, hatte der Schwalmtaler im Vormonat ein Nachbargrab geräumt, kurz darauf war auch das Grab der Familie Weidemann verschwunden.

Der Grabstein tauchte mittlerweile wieder auf. Irgendjemand hatte ihn im Grab der Weidemanns verbuddelt. Wann und warum er dort untergegraben wurde, ist noch völlig unklar. Franz Maes, Pächter des Nachbargrabes, vermutet,dass der Stein gestohlen und "bei einer Nacht- und Nebelaktion" wieder zurück auf den Friedhof gebracht wurde. Das hat er auch in Zusammenhang mit seiner Anzeige der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach mitgeteilt.

(wilp)
 
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