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Schwerer Unfall in Grevenbroich
Drei Menschen bei Karambolage auf Kreuzung verletzt

Schwerer Unfall mit Schulbus in Grevenbroich
Schwerer Unfall mit Schulbus in Grevenbroich FOTO: Lothar Berns
Grevenbroich. Vier Verletzte forderte ein Verkehrsunfall am Montagnachmittag auf der Kreuzung der Linden- und Nordstraße in Grevenbroich. Ein Linienbus kollidierte mit zwei Autos. Beschädigt wurde auch ein weiterer Bus, die Kinder darin blieben unverletzt. Von Carsten Sommerfeld

Nach ersten Ermittlungen der Polizei war gegen 14.05 Uhr ein Linienbus, in dem nur der Fahrer saß, aus Richtung Aluminiumstraße auf der Lindenstraße unterwegs. Als an der Kreuzung am Hagelkreuz ein Mercedes vor ihm verkehrsbedingt stoppte, fuhr der Bus hinter ihm auf.

Durch die Wucht des Aufpralls des schweren Gefährts wurde der Wagen zur Seite gedrückt. Wie Polizeihauptkommissar Stefan Eschenbacher als Polizei-Einsatzleiter erklärte, sei der Linienbus daraufhin auf die Gegenfahrbahn geraten, habe einen Opel Corsa erfasst und den Kleinwagen gegen einen stadtauswärts auf der Linksabbiegespur stehenden Bus gedrückt.

Vier Personen verletzt

Sieben Schüler saßen in diesem Fahrzeug, sie blieben unverletzt. "Ich sah den Bus auf uns zukommen und dachte sofort an die Kinder, aber auch an mich und die kurze Knautschzone vor mir", berichtet der Fahrer dieses Busses. Der entgegenkommende Linienbus, der sich laut Unternehmen auf einer Betriebsfahrt befunden hat, kurvte jedoch auf den Vorplatz des Neubaus an der Lindenstraße und kam beschädigt an einer Straßenlaterne zum Stehen.

Wie Feuerwehrchef Udo Lennartz an der Einsatzstelle berichtete, wurde der 68 Jahre alte Fahrer des Mercedes mit Neusser Kennzeichen aus dem Unfallauto befreit, die Feuerwehr hatte zuvor die Tür demontiert. Der Rettungsdienst brachte den Mann ebenso wie den 41 Jahre alte Corsa-Fahrer und den 69 Jahre alten Fahrer des laut Polizei unfallverursachenden Busses in Krankenhäuser.

Kreuzung wieder frei

Insgesamt waren 25 Feuerwehrleute der hauptamtlichen Wache an der Lilienthalstraße und aus mehreren ehrenamtlichen Feuerwehreinheiten im Einsatz. Darüber hinaus waren neben der Polizei vier Rettungswagen, zwei Notärzte, der leitende Notarzt und weitere Rettungskräfte vor Ort.

"Zum Glück blieben die Kinder unverletzt", sagte ein zur Unfallstelle geeilter Mitarbeiter des Unternehmens, zu dem der Bus mit den Schülern gehört. Die Schüler seien angeschnallt gewesen. "Wir haben einen Ersatzbus organisiert. Die Eltern wurde informiert, und die Kinder werden betreut", berichtete er.

Für die Zeit der Rettungsarbeiten, der Fahrzeugbergung und der Unfallaufnahme sperrte die Polizei die Lindenstraße zwischen Aluminiumstraße und Nordstraße sowie ebenfalls die Einmündung Kreisstraße 10/An der Zuckerfabrik. Seit 16.45 Uhr sind die Sperrungen aber wieder aufgehoben. 

Wo genau sich der Verkehr derzeit besonders stark staut, sehen Sie in unserer interaktiven Stau-Karte. Einfach näher an die gefragte Strecke heranzoomen und nachgucken.

Legende
  • grün = freie Fahrt
  • orange = hohes Verkehrsaufkommen
  • rot = stockender Verkehr
  • dunkelrot = Stau