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Besucher trotzten dem Wetter
City-Frühling zieht Tausende in die Stadt

Der City-Frühling in Grevenbroich 2016
Der City-Frühling in Grevenbroich 2016 FOTO: Berns, Lothar
Grevenbroich. Bei extrem wechselhaftem Wetter zeigten sich viele Einzelhändler erstaunt, dass so viele Besucher sogar Hagelschauern trotzten. Fast alle Geschäfte öffneten auch am Sonntag ihre Pforten. Am Synagogenplatz spielten mehrere Bands. Von Christian Kandzorra

Strahlender Sonnenschein – und im nächsten Moment ein heftiger Hagelschauer, der alles weiß werden lässt: Wechselhafter hätte das Wetter beim City-Frühling mit verkaufsoffenem Sonntag in Grevenbroich nicht sein können. Und trotzdem: Die Stadt war voll. Tausende Besucher trotzten dem extremen Mix aus Sonne und Wolken und kamen zum Erlebnis-Bummel in die Innenstadt, wo auch gestern fast alle Geschäfte geöffnet hatten.

"Ich bin sehr erstaunt, wie viele Menschen in der Innenstadt unterwegs sind. Dafür, dass das Wetter so unbeständig ist, können wir sehr zufrieden sein", berichtet Heiner Schnorrenberg vom Werbering. Bei ihm liefen die Geschäfte gut – und auch seine Kollegen entlang der Kölner, Breite und Bahnhofsstraße konnten nicht klagen. Viele lockten Kunden mit reduzierten Preisen und Sonderangeboten. Spätestens wenn sich die Sonne wieder blicken ließ, füllten sich die Geschäfte.

Zum Bummel durch die Innenstadt luden zusätzlich rund 60 Aussteller (häufig Imbisse), die ihre Produkte verkauften. "Wir haben uns außerdem dazu entschieden, diesmal eine große Bühne am Synagogenplatz aufzubauen und die Musik im Kern der City zu konzentrieren", sagte Thomas Wiedenhöfer von der Agentur Campagne, der den City-Frühling im Auftrag des Werberings mitorganisiert.

Gelungenes Musik-Konzept

Das Musik-Konzept ging auf – hunderte Besucher verfolgten die Auftritte verschiedener Bands, die ihrem Publikum sowohl am Samstag als auch am Sonntag ordentlich einheizten. Darüber hinaus sorgten "Walking-Acts" für Stimmung in der City: ein verrückter Ritter aus Holland und ein Musiker, der samt Verstärker auf seinem Motorrad durch die Stadt kurvte.

Viele Besucher zog es gestern auch an die Karl-Oberbach-Straße, wo morgens rund 90 Fahrer in ihren Oldtimern bei der Rhein-Erft-Rallye an den Start gingen. Ihre Tour führte durch die Eifel, wo gestern Temperaturen um drei Grad herrschten und teilweise Schnee lag. "Mein Cabrio konnte ich da nicht wirklich nutzen. Schön war die Strecke trotzdem", berichtet Mercedes-Fahrer Gerd Schulten am Nachmittag nach der Fahrt durchs Ziel auf Höhe der Sparkasse.

Am Sonntag war mehr los

Die Rallye-Teilnehmer stellten ihre Autos nach der Tour zwischen Sparkasse und Schloss-Zufahrt aus, so dass sich die Straße kurzerhand in eine chromglänzende Oldie-Meile verwandelte. Zum Besuchermagneten wurden auch die Bahnstraße, wo ein Kulturverein seine "Kermes" feierte, das Parkdeck des Montanushofes, wo amerikanische Straßenkreuzer ausgestellt wurden, sowie der Marktplatz. Dort gab die Feuerwehr Grevenbroich einen Einblick in ihren Fahrzeugpark, außerdem präsentierten einige lokale Autohändler dort ihre Angebote.

Deutlich mehr los war allerdings am Fest-Sonntag. "Der Samstag ist bei vielen Menschen ein klassischer Erledigungstag. Deshalb hatten wir von Anfang an mit mehr Besuchern am Sonntag gerechnet, wenn viele Familien Ausflüge unternehmen", berichtet Thomas Wiedenhöfer, der sich den Einschätzungen der Einzelhändler anschließt und sich gestern Abend für das wechselhafte Wetter ebenfalls sehr zufrieden mit der Resonanz zeigte.

 

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