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Grevenbroich
Grevenbroich isst "gutburgerlich"

Grevenbroich: Grevenbroich isst "gutburgerlich"
Bio-Rindfleisch, Bacon, Ziegenkäse: Jens Stovermann, Küchenchef im "Fräuleinswunder", kreiert regelmäßig neue Burger. "Auch die Soßen werden bei uns selbst gemacht", sagt er. FOTO: Lothar Berns
Grevenbroich. Burger sind so beliebt wie noch nie. Mit dem fettigen Fast-Food von früher haben die neuen Trend-Buletten so gut wie nichts mehr zu tun. Bei der Zubereitung stehen Frische und Kreativität an erster Stelle. Von Julia Hagenacker

Noch nie waren Burger so hip wie jetzt. Dabei hat sich an den Grundzutaten seit Jahrzehnten eigentlich kaum etwas geändert: zwei halbe Brötchen, dazwischen ein Stück Fleisch, ein paar Extras - fertig. Die neue Erkenntnis ist: In den vergangenen zwei Jahren haben gute Köche und clevere Unternehmer aus dem Fast-Food-Klassiker mit frischen Zutaten wieder ein echtes Erfolgsrezept gemacht. Burger sind von der geschmacklosen Fritten-Beilage zum Edel-Fastfood mutiert. Während in Großstädten wie Düsseldorf bereits in jedem In-Viertel mindestens ein In-Burgerladen mit kreativ belegten Brötchen lockt, schwappt der Trend jetzt auch nach Grevenbroich.

Im "Fräuleinswunder" an der Zünftestraße zum Beispiel serviert Küchenchef Jens Stovermann ausgefallene Burger auf "Landeshauptstadt-Niveau". Jede Kreation hat einen eigenen Namen: "Anton" ist der Klassiker ohne viel Schnickschnack. "Der", sagt Mit-Inhaberin Gabriele Köllmann-Schmitz, "muss einfach auf jeder Karte stehen." "Dr. Gonzo" steht für eine Komposition aus Gorgonzola und Bacon, "Viola" kommt ohne Fleisch, dafür mit Veggie-Brot aus Grünkern, gebratenen Pastinaken und roter Beete daher und beim Burger "Arielle" steht gebratener Lachs mit Kräuterkruste im Mittelpunkt.

Je kreativer, desto besser: Jens Stovermann hat beim Essen einen Trend zur Individualität entdeckt. "Die Leute wollen sich heute bewusst ernähren", sagt er. "Außerdem ist der Burger mittlerweile auch ein Lifestyle-Objekt. "Die Fotos werden auf Facebook und Instgram gepostet." Gemeinsam mit Gabriele Gertoberens, der zweiten Chefin im Bunde, wird im "Fräuleinswunder" deshalb alle zwei, drei Wochen ein zur Jahreszeit passender Spezial-Burger zusammengestellt. "Vergangenes Jahr zu St. Martin gab einen Weckmann-Burger mit Mandeln und jetzt, an Karneval, haben wir eine Version mit Flönz auf der Karte stehen", sagt Köllmann-Schmitz.

Für Jens Stovermann beginnt die Kreation mit der Entscheidung des Gastes für das richtige Brötchen. Im "Fräuleinswunder" stehen Ciabatta, Chili, Vollkorn oder "Brot ohne Brot" zur Auswahl. "Die Möglichkeiten sind unbegrenzt", sagt Stovermann. "Wichtig ist beim Brot, wie auch bei allen anderen Burger-Zutaten, die Qualität. Unser Fleisch ist deshalb Bio und kommt aus einer Landmetzgerei."

Durchweg frische Produkte und jeweils 135 Gramm allerbestes Hack sind auch die Zutaten, die Daniel Neumann für seine Burger verwendet. Der gelernte Koch mit vierjähriger Küchenchef-Erfahrung hat sich als Burger-Brater einen Namen gemacht - in Grevenbroich, aber auch über die Stadtgrenzen hinaus. "Unsere Kunden kommen zum Teil aus Düsseldorf, Mönchengladbach und Neuss zu uns", sagt er. Und: "Das mit den Burgern ist ein echter Hype." Sechs klassische Versionen hat der Grevenbroicher auf seiner Karte stehen, dazu noch eine mit Gyros und eine mit Huhn. Der Renner in "Daniel's Grill" in Hemmerden ist allerdings der Bacon-Burger mit Käse. "Ich persönlich mag ihn am liebsten scharf", sagt Neumann. "Mit Jalapeños - das ist der Hit."

Quelle: NGZ
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