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Grevenbroich
Grevenbroich soll grüner werden

Grevenbroich. Verwaltung initiiert Grundsatzbeschluss für Erhalt und Ausbau von Parks. Von Wiljo Piel

Grevenbroich ist eine grüne Stadt - und soll das auch bleiben. Die Verwaltung hat den Umweltausschuss jetzt dazu aufgerufen, am Montag einen Grundsatzbeschluss zu fassen, damit bestehende Grünzüge auf Dauer erhalten und weitere geschaffen werden. "Das ist außerordentlich wichtig", sagt Dezernent Claus Ropertz: "Denn es geht auch darum, einen attraktiven Lebens-, Arbeits- und Einkaufsstandort zu sichern, der im Konkurrenzkampf mit anderen Städten steht." Naherholungsziele, Parks sowie grüne Wohn- und Gewerbegebiete seien als "weiche Faktoren" oft entscheidend bei der Ansiedlung von neuen Unternehmen.

Mit ihrem Beschluss sollen sich die Politiker dazu bekennen, das 1995 geschaffene Gelände der Landesgartenschau so zu bewahren, wie es ist - es möglicherweise noch zu erweitern. Andererseits sollen sie sich künftig verstärkt für neue öffentliche Grünflächen und Plätze sowie mehr Bäume entlang der Straßen und Ortsränder stark machen.

"Stadtgrün verursacht allerdings Kosten und muss in Zeiten knapper Kassen besonders kritisch gesehen werden", sagt Claus Ropertz. Daher wird er an die Politiker appellieren, die Bedeutung von Grünflächen zunehmend in den Fokus zu rücken und sie "für die Bürger begreifbar zu machen". Das heißt: Die Grevenbroicher sollen zur Eigeninitiative animiert werden, um ihre Orte attraktiver zu gestalten. Ein aktuelles Beispiel dafür sei der Verein "Gindorf e.V.", der Bäume entlang von Wohnstraßen pflanzen möchte. "Solche Aktivitäten fördern wir auch als Stadtverwaltung", erklärt der Dezernent: "Unsere finanziellen Ressourcen sind zwar knapp, aber fachliche Kompetenz ist im Rathaus reichlich vorhanden."

Die CDU wird dem von der Verwaltung vorgeschlagenen Beschluss zustimmen, signalisiert Fraktionschef Wolfgang Kaiser: "In meiner 20-jährigen Arbeit in Vereinen und Politik habe ich immer wieder festgestellt, dass die Grevenbroicher froh über ihre grüne Stadt sind. Und das muss auch in Zukunft so bleiben." Für die Zukunft gelte es, Privatinitiativen und Sponsoren zu finden, die sich für neue Parks und Grünzüge stark machen.

Auch die Grünen werden zustimmen - vor allem mit Blick auf den Erhalt des Landesgartenschaugeländes. "Das ist die grüne Lunge der Stadt", meint Ratsherr Dieter Dorok: "Es muss festgezurrt werden, dass diese Parks nicht für Bauprojekte angeknabbert werden."

Quelle: NGZ
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