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Streit um Kamera in Grevenbroich
Mann verletzt Nachbar mit Pfefferspray

Grevenbroich: Vier Verletzte nach Pfefferspray-Attacke unter Anwohnern
Die Einsatzkräfte vor dem Haus an der Neusser Straße. FOTO: Dieter Staniek
Grevenbroich. Ein eskalierter Streit führte am Montagabend in Grevenbroich zu einem Groß-Einsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst. Mehrere Menschen wurden verletzt.

Um kurz nach 18 Uhr hatten Anwohner am Montag die Polizei alarmiert. Im Hof eines Mehrfamilienhauses an der Neusser Straße waren, wie die Ordnungshüter am Dienstag berichteten, zwei 32 und 42 Jahre alte Männer miteinander in Streit geraten. Beim verbalen Schlagabtausch blieb es aber nicht - der 32-Jährige griff zu einem Pfefferspray. Wie er später gegenüber der Polizei erklärte, habe er das Spray angewandt, um sich zur Wehr zu setzen.

Der versprühte Wirkstoff hatte weiterreichende Folgen: Nicht nur der 42 Jahre alte Kontrahent erlitt beim Pfefferspray-Einsatz Atemwegsreizungen, sondern ebenfalls drei Anwohner, bei denen der Sprühnebel durch die Fenster ins Innere der Wohnung gedrungen war. Eine weitere Bewohnerin des Mehrfamilienhauses, die über Übelkeit klagte, musste ebenfalls vor Ort medizinisch vom Rettungsdienst betreut werden.

Offenbar ging es bei Streit um Kamera

Ein großes Aufgebot an Einsatzfahrzeugen war an der Neusser Straße angerückt – darunter mehrere Rettungswagen. MANV 1 (Massenanfall von Verletzten) war ausgelöst worden. Die freiwillige Feuerwehr Grevenbroich war mit 15 Einsatzkräften ebenfalls am Montag Abend vor Ort, nahm Straßenabsperrungen vor und koordinierte den Rettungsdienst.

Nach Erkenntnissen der Polizei war es bei der heftigen Auseinandersetzung im Hof um eine Kamera gegangen, die am Haus installiert gewesen sei. Die Polizisten trafen den 32-Jährigen in seiner Wohnung an. Die Polizei nahm die Personalien aller Beteiligten auf. Die Ordnungshüter haben jetzt die Ermittlungen wegen des Verdachts der Körperverletzung aufgenommen.

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(cso)