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Grevenbroich
Grevenbroicher landet Coup auf Kuba

Grevenbroich: Grevenbroicher landet Coup auf Kuba
Imposanter Ausstellungsort im Zentrum der Hauptstadt: Das "Museo Nacional de Bellas Artes" ist Kubas wichtigstes Museum für zeitgenössische Kunst. FOTO: Drüen
Grevenbroich. Dirk Geuer organisierte für den bekannten Bildhauer Tony Cragg eine Ausstellung im Nationalmuseum in Havanna. 30 Skulpturen und 20 Zeichnungen wurden auf dem Seeweg von Amsterdam auf die Insel in der Karibik transportiert. Von Wiljo Piel

Dirk Geuer hat einen Coup auf Kuba gelandet: Im Nationalmuseum von Havanna organisierte der aus Grevenbroich stammende Galerist jetzt eine international beachtete Ausstellung mit 30 Skulpturen und 20 Zeichnungen des preisgekrönten Bildhauers Tony Cragg. Dass der 47 Jahre alte Kunstkenner kurz vor der Eröffnung ins Schwitzen geriet, hatte nicht nur mit den tropischen Temperaturen der Karibik-Insel zu tun.

"Es war vor allem der enge Zeitplan, der uns zu schaffen gemacht hat", sagt Geuer. Nur wenige Tage vor der Vernissage kamen die Kunstwerke mit Seecontainern auf Kuba an, die schweren Skulpturen mussten teilweise per Kran in den historischen Museumsbau gehoben werden. "Wir haben es dann aber doch noch rechtzeitig geschafft: Eine Minute vor der Pressekonferenz wurde das letzte Bild an die Wand gehängt", schildert Geuer.

Insgesamt 30 Skulpturen und Zeichnungen des Künstlers Tony Cragg werden im Nationalmuseum in Havanna gezeigt. Ein Grevenbroicher hat die Ausstellung organisiert. FOTO: Sebastian Drüen/Geuer & Geuer Art

Für den Grevenbroicher ist es die zweite Zusammenarbeit mit dem "Museo Nacional de Bellas Artes" in Havanna. Schon 2014 organisierte er in Kubas wichtigstem Museum für internationale zeitgenössische Kunst eine Ausstellung mit Werken von Günther Uecker. Bei der aktuellen Präsentation kooperiert er mit dem Ludwig-Museum in Koblenz und dessen Direktorin Professor Beate Reifenscheid.

Die Arbeiten von Tony Cragg, dem ehemaligen Rektor der Düsseldorfer Kunstakademie, haben in Havanna großen Anklang gefunden, schildert Geuer: "Zur Eröffnung der Ausstellung war viel Prominenz da", sagt er. Etwa der deutsche Botschafter Thomas Karl Neisinger oder international bekannte Galeristen wie Marian Goodman aus New York oder Thaddeus Ropac aus Salzburg.

Dirk Geuer (r.) mit (v.l.) Beate Reifenscheid, Vize-Kulturminister Fernando Rojas, Tony Cragg und Museumsleiter Jorge Fernández. FOTO: Drüen

Vom Ausstellungsort selbst ist der Grevenbroich begeistert. "Das Nationalmuseum ist ein Traum", sagt Geuer: "Außen imposant, innen hochmodern." Und es liegt zentral, gegenüber liegt nicht nur das Capitol, sondern auch das "El Floridita", eine der bekanntesten Bars der Welt. Ernest Hemingway schlürfte dort einst seine eigene Variante des Cocktails Daiquiri.

Im Anschluss an Kuba wird die Ausstellung "Esculturas y Dibujos" (Skulpturen und Zeichnungen) nach Deutschland wandern und ab dem 2. September im Ludwig-Museum im Deutschherrenhaus in Koblenz zu sehen sein. In Havanna, das steht für Dirk Geuer fest, wird er nicht zum letzten Mal gewesen sein. "Die Kubaner haben einige Wünsche geäußert, welche Künstler sie gerne für eine Ausstellung hätten", sagt der 47-Jährige. Namen will er aber nicht verraten - "erst dann, wenn Fakten geschaffen wurden".

Quelle: NGZ
 
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