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Grevenbroich
Grevenbroicher Tafel versorgt 1900 Menschen

Grevenbroich. Bundestagsabgeordneter Schiefner war jetzt zu Besuch.

Die Grevenbroicher Tafel hat immer mehr bedürftige Kunden. "In den vergangenen zweieinhalb Jahren ist die Zahl von Grevenbroichern, die bei uns Lebensmittel erhalten, um rund 20 Prozent gestiegen", erklärt Tafel-Geschäftsführer Wolfgang Norf. 1200 Erwachsene, unter anderem Arbeitslose und Rentner, und 700 Kinder bekommen jeden Monat für einen Euro je Einkauf Essen über den Verein Existenzhilfe, der die Tafel betreibt. "Die steigenden Kundenzahlen zeigen, wie wichtig unsere Einrichtung ist," so Norf.

Jetzt machte sich Bundestagsabgeordneter Udo Schiefner (SPD), dessen Wahlkreis im Kreis Viersen liegt, an der Merkatorstraße ein Bild vom Engagement aller "Existenzhelfer". "Toll zu sehen, wie hier unentgeltlich mit angepackt wird", erklärte Schiefner. An drei Standorten - an der Merkatorstraße, in der Südstadt und in Jüchen - ist die Existenzhilfe aktiv. Neben 46 Ehrenamtlern sind 23 Ein-Euro Kräfte im Einsatz. Sechs Mitarbeiter arbeiten im Rahmen ihres Bundesfreiwilligendienstes mit, ebenso einige geringfügig Beschäftigte in Teilzeit. Trotzdem sucht die Existenzhilfe weitere Unterstützer.

Zurzeit benötigt die Tafel vor allem warme Winterkleidung für die Kleiderkammer, in der jetzt auch viele Asylbewerber ausgestattet werden. "Wir brauchen etwa Pullover, Jacken und Schuhe", so Norf. Wer helfen will, kann die Kleidung montags bis freitags von 8 bis 12, dienstags und freitags bis 16 Uhr an der Merkatorstraße abgegeben.

Finanziert wird die Arbeit über Spenden und Mitgliedsbeiträge. "Mich würde es freuen, wenn Einrichtungen wie unsere überflüssig wären", so Norf mit Blick auf die Not vieler Menschen. Angesichts wachsender Aufgaben würde er sich vor allem über ein stärkeres Engagement der Kommunen, des Kreises oder Landes freuen. Schiefner ergänzte: "In der Politik dürfen wir die Existenz der Tafeln nicht als selbstverständlich hinnehmen. Die Frage lautet: Wie können wir ihnen die Kundenbasis nehmen?"

Quelle: NGZ
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