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Grevenbroich
Grevenbroicher testen City-WLAN

Grevenbroich: Grevenbroicher testen City-WLAN
Seit Anfang Juni gibt's in der Grevenbroicher City das neue Freifunk-Netz. Zehn Geschäfte haben Router aufgestellt - doch kaum einer weiß davon. FOTO: l. berns
Grevenbroich. Bei vielen funktioniert's perfekt, doch den meisten ist der Freifunk noch fremd. Von Christian Kandzorra

Um die Innenstadt attraktiver und kundenfreundlicher zu gestalten, haben schon mehr als zehn Unternehmer auf Initiative des Stadtmarketings Router in ihren Geschäften installiert. In weiten Teilen der City soll dadurch das kostenfreie Surfen im WLAN-Netz möglich sein.

Wer durch die Innenstadt spaziert, sieht überall Menschen, die genau das tun. Gerade Jüngere mögen aufs Smartphone genauso wenig verzichten wie auf eine gute Internetverbindung. Außerdem "googlen" viele mal schnell den Weg zu ihrem Ziel, die Speisekarte eines Restaurants oder die Öffnungszeiten eines Geschäftes. Doch: Inwieweit kommt dabei das neue Freifunk-Netz zum Einsatz? Offenbar nicht wirklich häufig. "Davon habe ich noch nichts gehört", sagt Melanie Ammann (28) aus Grevenbroich. Sie ist fast immer online - egal, wo sie sich gerade aufhält. Ein kurzer Test am Marktplatz zeigt: "Es funktioniert. Sogar so schnell wie zuhause." Das hält Melanie Ammann für eine gute Idee - schließlich surft sie sonst immer mit begrenztem Datenvolumen. "Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich es schon früher genutzt", sagt die 28-Jährige.

Was bei Melanie Ammann am Markt noch sehr gut geklappt hat, funktioniert bei Nicole Büschges wenige Meter weiter an der Breite Straße gar nicht. "Ich kriege keine Verbindung", sagt sie. Ihre Freundin Cornelia Arnold schon - "allerdings nur eine sehr schwache."

Gewusst haben auch diese beiden Grevenbroicherinnen nichts vom neuen Freifunk-Netz, das nur dann funktioniert, wenn möglichst viele Freiwillige einen Router für den Datentransfer aufstellen. Über Knotenpunkte wird ein Netz aufgebaut, in das sich Nutzer kostenfrei und ohne Kennwort einwählen können. Je mehr Router stehen, desto größer ist das Netz. Und je mehr Beteiligte selbst Bandbreite aus dem Internet ins Gratis-WLAN einspeisen, umso leistungsfähiger ist es.

"Das ist eine tolle Idee", sagt auch Janine Lotzer. Sie ist erst seit kurzem in Grevenbroich zuhause und wusste bisher gar nicht, dass es überhaupt Gratis-WLAN in der Innenstadt gibt. Sie ist positiv überrascht: "Von der Übertragungsrate ist es ähnlich wie zuhause." Offenbar hängt die Verbindungsqualität auch vom Modell des Smartphones ab. Denn getestet hat Janine Lotzer sie auch an der Breite Straße - genau dort, wo Nicole Büschges zuvor gar keine Verbindung finden konnte.

Quelle: NGZ
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