| 17.23 Uhr
Grevenbroich
Grüne fordern Abriss der alten Kraftwerksblöcke
Diese Arten der Stromerzeugung gibt es
Diese Arten der Stromerzeugung gibt es FOTO: dpa, Robert Schlesinger
Grevenbroich. Welche Pläne hat RWE Power mit dem Kraftwerk Frimmersdorf? Diese Frage wollen die Bündnisgrünen vom Essener Energiekonzern beantwortet haben. Nach Meinung von Ratsherr Dieter Dorok müsse bald mit dem Rückbau der abgeschalteten 150-Megawatt-Blöcke begonnen werden: "Ich frage mich, wie lange die riesigen Altanlagen noch stehen bleiben sollen", sagt der Kapellener.

Die Grünen wollen RWE in Kürze dazu auffordern, die Mitglieder des Grevenbroicher Umweltausschusses in die zum Jahresende komplett stillgelegten Maschinenhalle einzuladen. "Dort würden wir uns gerne mit Konzernvertretern über die Möglichkeiten eines Teilabrisses unterhalten", sagt Dorok. Das frei werdende Gelände könne für die Ansiedlung von nicht störendem Gewerbe genutzt werden.

Darin liegt nach Ansicht der Ökopartei auch die Zukunft des Frimmersdorfer Werksgeländes. "Den Bau eines weiteren Braunkohlekraftwerks lehnen wir ab. Vielmehr muss das heutige Industriegelände künftig umweltfreundlich genutzt werden. Etwa durch Hersteller aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien", sagt Ratsherr Dieter Dorok. Vor diesem Hintergrund fordert er RWE auch auf, sich zum Abriss der beiden übrig gebliebenen 300-Megawatt-Blöcke zu äußern: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Anlagen noch wirtschaftlich betrieben werden", meint er.

Laut RWE ist ein Abriss der Altanlagen nicht von heute auf morgen möglich, er müsse selektiv geschehen – dieser Prozess dauere mehrere Jahre. Der Konzern hält sich den Standort Frimmersdorf als Option für ein weiteres Kraftwerk offen.

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