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Grevenbroich
Grundsteuer A soll 2016 ebenfalls erhöht werden

Grevenbroich. Neben der Grundsteuer B soll in Grevenbroich zum 1. Januar 2016 auch die Grundsteuer A erhöht werden. Einen entsprechenden Beschluss soll der Stadtrat in seiner morgigen Sitzung fassen. Das Gremium tagt ab 18 Uhr im Bernardussaal. Hintergrund der geplanten Anhebung ist die geplatzte Erhöhung des Hebesatzes zur Grundsteuer B in einem Schritt. Angesichts der desaströsen Finanzlage der Stadt hatte die Verwaltung angeregt, die Grundsteuer B zum 1. Januar von 450 auf 500 Prozentpunkte zu erheben - und damit über die zunächst im Haushaltssanierungsplan festgelegte 25-Prozentpunkte-Erhöhung hinauszugehen.

Dies war jedoch politisch nicht durchsetzbar. Die Politik sprach sich im Haupt- und Finanzausschuss dafür aus, den Hebesatz zur Grundsteuer B um 25 Prozentpunkte zu erhöhen - und die Grundsteuer A von 260 auf 300 Prozentpunkte. Das entspricht einer Steigerung um 15,38 Prozent. Diese Hebesatzerhöhung geht auf einen Antrag der Fraktionsgemeinschaft "Die Linke/Piraten" zurück.

Die Grundsteuer B greift bei bebauten oder bebaubaren Grundstücken und Gebäuden. Jeder Grundeigentümer muss sie entrichten. Es werden folglich alle Haus-, Grundstücks- und Wohnungseigentümer in Grevenbroich ab dem kommenden Jahr stärker zur Kasse gebeten. Verschont wird niemand: Wer zur Miete wohnt, wird über die Nebenkosten an der Steuer beteiligt. Die Grundsteuer A hingegen greift bei land- und forstwirtschaftlich genutzten Grundstücken.

Mit der Erhöhung des Hebesatzes zum 1. Januar 2016 liegt Grevenbroich an der Spitze im Rhein-Kreis Neuss - vor Rommerskirchen (285 Prozentpunkte) sowie Jüchen, Korschenbroich und Meerbusch (je 250). In Neuss hingegen soll der Hebesatz für 2016 bei 205 Prozentpunkten liegen. Der Durchschnittshebesatz im Rhein-Kreis Neuss liegt bei 248 Prozentpunkten.

Bei der Grundsteuer B liegt Grevenbroich im kommenden Jahr mit 475 Prozentpunkten im Mittelfeld (Durchschnitt: 466). In Neuss (495), Kaarst und Korschenbroich (je 480) liegt der Hebesatz in 2016 höher. Auf Sicht dürfte Grevenbroich jedoch in die Spitzengruppe vorstoßen: Für 2017 ist eine weitere Erhöhung des Hebesatzes zur Grundsteuer B geplant - auf die für 2016 verworfenen 500 Prozentpunkte.

(abu)
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