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Grevenbroich
Gustorfer klagen über marode Straßen

Grevenbroich. Auf der Frenzenhof- und Fürther Straße gibt es nicht nur Probleme mit Schlaglöchern. Auch Stolperfallen auf den Gehwegen werden moniert. Rund 60 Bewohner kamen zum Stadtteilgespräch in die Grundschule Erftaue. Von Christian Kandzorra

Das neue Baugebiet am Ortsrand, der schlechte Zustand des Bahnsteigs am Bahnhof oder marode Straßen - es gibt viele Dinge, die die 6269 Einwohner von Gustorf und Gindorf beschäftigen. Daher war die Beteiligung am fünften Stadtteilgespräch mit Bürgermeister Klaus Krützen auch vergleichsweise gut besucht. Rund 60 Bewohner folgten der Einladung in die Grundschule Erftaue, darunter auch einige Vertreter des Stadtrats.

Ein Thema, das den Gustorfern und Gindorfern derzeit stark "unter den Nägeln brennt", sind die teils maroden Straßen. Vor allem auf der Fürther Straße und der Frenzenhofstraße, die ein Stück weit parallel zur Bahnlinie verläuft, gibt es Probleme mit Schlaglöchern und Stolperfallen auf den Gehwegen.

"Auf dem Bürgersteig an der Fürther Straße klappern fast alle Platten", beschwerte sich Anwohnerin Ursula Leese. Erst vor kurzem sei dort ein 84 Jahre alter Mann gestolpert und habe sich eine Platzwunde zugezogen. Einige Bürger bemängelten auch den schlechten Zustand der Frenzenhofstraße. "Die Natur erobert sich die Straße langsam zurück", sagte ein Bürger. Es müsse sich dringend etwas tun. Der Gindorfer Brudermeister Robert Hoppe berichtete, dass die Schützen überlegen, die Straße demnächst beim Festumzug zu umgehen.

Klaus Krützen versicherte, dass sich die Stadt, die im Doppeldorf etwa 68 Kilometer Straßen betreibt, dem Problem Frenzenhofstraße annehmen werde. An der Fürther Straße ist die Lage eine andere. "Offiziell gelten auf Bürgersteigen erst Kanten ab zweieinhalb Zentimetern Höhe als gefährlich", sagte Peter Mühlenbruch vom Fachbereich Bauen, Garten und Umwelt. "Eigentlich müsste die Straße von Grund auf erneuert werden", räumte er ein. Jedoch stehe dem die schlechte finanzielle Situation der Stadt gegenüber Um die Fürther Straße sofort neu zu bauen, müsse die Stadt die Anwohner an den Kosten beteiligen. Das mache sie aber nicht gerne. Solche Sanierungsmaßnahmen scheiterten, wie Krützen weiter erklärte, leider oft an den Finanzen und an den Zuständigkeiten verschiedener Behörden.

Der Verwaltungschef warb dafür, bei neuen Mängeln die Stadt zu informieren. "Wir können Gefahrenstellen zeitnah ausbessern", sagte Peter Mühlenbruch. Anwohner kritisierten jedoch, dass die Stadt kaum Rückmeldungen geben würde, ob sie sich eines Problems annehmen würde. "Wenn die Anwohner keine Rückmeldung bekommen, sind auch Veranstaltungen wie diese eine Farce", sagte Robert Hoppe. FDP-Fraktionschef Markus Schumacher regte an, eine Mängelmelder-App einzuführen: "So eine gibt es sogar im kleinen Jüchen."

Ein weiteres Thema in Gustorf/Gindorf war das Neubaugebiet "Gustav-Mahler-Straße", das aktuell mit 230 Wohneinheiten geplant wird. Die Gustorfer monieren, dass die Pläne lediglich eine Zufahrt über die Kirchstraße vorsehen, und fürchten eine Verkehrsbelastung. Fachbereichsleiterin Dorothea Rendel erklärte, dass der Kreis als zuständige Behörde bisher keine zusätzliche Zufahrt über die Provinzstraße genehmigt hat. Die Stadt bleibe aber an der Sache dran.

Quelle: NGZ
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