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Grevenbroich
GWG: Größeres Außenbecken treibt Kosten fürs Schlossbad in die Höhe

Grevenbroich. Es bleibt bei 125 Quadratmetern. Größer soll das sogenannte Ganzjahresbecken des neuen Schlossbades nicht werden. Zwar regte Vorsitzender Friedhelm Schillings (CDU) jetzt im Sportausschuss an, die Wasserfläche des Bassins zu erweitern, doch Willi Peitz vom Investor "GWG Kommunal" winkte ab: Grundsätzlich sei eine Erweiterung des Beckens möglich, sie würde aber den knappen Kostenrahmen sprengen.

Da die Finanzbehörde den lang erwarteten steuerlichen Querverbund genehmigte, hat GWG dem künftigen Ganzjahresbecken etwas mehr Platz eingeräumt. Statt wie ursprünglich geplant 100, soll es künftig 125 Quadratmeter groß sein. "Theoretisch könnten wir die Größe des Beckens noch einmal verdoppeln", sagte Peitz: "Doch das wäre mit zusätzlichen Mehraufwendungen verbunden." Da das Außenbecken auch bei winterlichen Minustemperaturen auf 30 Grad beheizt werden soll, erwartet der GWG-Geschäftsführer nicht nur höhere Energiekosten. "Bei einer Größe von etwa 200 Quadratmetern müssten wir auch ein anderes Blockheizkraftwerk bestellen", so Peitz.

Er riet den Sportpolitikern dazu, "die Kirche im Dorf zu lassen" und von einer Erweiterung des Außenbeckens abzusehen. Zumal dafür auch ein neuer Bauantrag gestellt werden müsste, der das Badbauprojekt verzögern könnte. "Ich denke, wir haben einen sauberen Kompromiss gefunden", sagte Peitz.

Abgesehen von der Größe hatte sich der Ausschuss ohnehin wohl etwas mehr von dem Ganzjahresbecken erwartet. So vermisst Heinz-Peter Korte, Vorsitzender des Stadtsportverbandes, etwa eine durchgehende Verbindung zu dem in der Halle liegenden Freizeitbecken. Statt eines "Kanals" findet sich in den Planungen lediglich ein kleiner Treppeneinstieg wieder, über den ein Zugang zum Außenbassin ermöglicht werden soll. "Das war doch ursprünglich anders geplant", meinte Korte. Wie Willi Peitz betonte, sei der Kanal an Sicherheitsgründen gescheitert. "Sollte ein Gewitter aufziehen, müsste die Schwimmaufsicht das Ganzjahres- und das Freizeitbecken gleichzeitig schließen. Aus diesem Grund wurde auf eine durchgehende Verbindung verzichtet", betonte er.

Noch unklar ist, welche Fensterfronten des neuen Gebäudes künftig bei Seite geschoben werden können, damit im Sommer eine ebenerdige Verbindung zwischen den Liegewiesen und den vier Bädern in der Halle geschaffen werden kann. "Eine Öffnung wird es geben", sagte Peitz: "Eine Komplettöffnung würde aber die Kosten erheblich nach oben treiben."

Fest steht, dass es einen separaten Raum für die Grevenbroicher Tauchsportgemeinschaft nicht geben wird. Da dort unter anderem auch Kompressoren untergebracht werden sollen, seien besondere Statik- und Sicherheitsmaßnahmen erforderlich, betont der GWG-Chef. Ein solcher Raum sei für den Investor wirtschaftlich nicht darstellbar.

(wilp)
 
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