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Grevenbroich
Handelskonzept wird aktualisiert

Grevenbroich: Handelskonzept wird aktualisiert
Stärkt das Standortkonzept die City? Nein, sagen FDP und UWG. FOTO: LBER
Grevenbroich. Politiker fordern mehr Flexibilität, Verwaltung verweist auf NRW-Vorgaben.

Das Einzelhandelsstandortkonzept der Stadt, die bisherige Fassung ist von 2009, soll 2016 aktualisiert werden. Bevor die Verwaltung ein Büro beauftragt - im Rathaus wird mit Kosten von mehr als 20.000 Euro gerechnet - , melden Politiker bereits klare Wünsche an.

"Das heutige Konzept legt uns zu starke Fesseln an, die Bedingungen müssen gelockert werden", erklärt UWG-Fraktionschef Carl Windler. Und FDP-Fraktionsvorsitzender Markus Schumacher meint: "Wir brauchen maximale Flexibilität, damit sich Unternehmen bei uns ansiedeln. "Am liebsten sollte das Konzept abgeschafft, zumindest stark gelockert werden."

Wiederholt hatte es Kritik am Konzept gegeben, etwa als ein Händler, der Spielzeug verkauft, in den früheren Baumarkt an der Bergheimer Straße ziehen wollte. Da Spielzeug laut Konzept aber zum innenstadtrelevanten Sortiment gehört, war der Wunsch-Standort tabu. Er wechselte nach Rommerskirchen. Neuansiedlungen mit innenstadtrelevanten Artikeln - von Elektronik bis Schuhen - sind nur in einem eng begrenzten Bereich, etwa zwischen Montanushof und Bahnstraße, erlaubt. Aus Sicht der Stadtverwaltung hat sich das Konzept bewährt, es trage unter anderem zur Stärkung des City-Handels bei, heißt es. "Wir wollen Händlern keineswegs Fesseln anlegen", betont Dezernent Claus Ropertz. Und er weist darauf hin, dass die Stadt nicht allein bestimmen kann. "Wir müssen zahlreiche Vorgaben des Landes beachten." Laut Dorothea Rendel vom Planungsbereich schreibt das Land etwa vor, dass in Gewerbegebieten wie am Hammerwerk Einzelhandel nur ausnahmsweise und maßvoll erweitert werden darf.

Vorgaben, wie das Konzept aussehen hat, will die Verwaltung dem Gutachter nicht machen, zunächst gehe es um eine Bestandserfassung für den Einzelhandel. Erst danach soll unter Einbindung der Politik die Gestaltung erörtert werden. Das Argument, dass mit dem Konzept der City-Handel gestärkt wird, lässt Schumacher nicht gelten: "Die derzeitigen Leerstände zeigen doch, dass das Ziel nicht erreicht wird."

(cso-)
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