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Grevenbroich
Handy-Bezahlsystem für Parkautomaten abgelehnt

Grevenbroich. Grevenbroich sollte Vorreiter im Rhein-Kreis sein und als erste Kommune ein "Mobile Payment" für die Parkscheinautomaten in der Innenstadt einführen. Das hat die FDP-Fraktion beantragt. Autofahrern sollte damit die Gelegenheit geboten werden, ihre Parkgebühren über das Mobiltelefon bezahlen zu können. Die Stadtverwaltung lehnt einen solchen Service jedoch aus Kostengründen ab.

Wie Bürgermeister Klaus Krützen jetzt im Hauptausschuss informierte, müssten Schilder im Umfeld der 15 Parkautomaten aufgestellt werden, die einerseits auf die Möglichkeit der mobilen Bezahlung hinweisen und zum anderen die Zone angeben, die beim Lösen eines Parktickets per Handy eingegeben werden muss. Eines dieser Schilder koste 150 Euro, insgesamt müssten also 2250 Euro ausgegeben werden. Das sei viel Geld für eine Stadt in der Haushaltssicherung, die sich freiwillige Leistungen wie ein zusätzliches Serviceangebot für Autofahrer nicht erlauben könne. Auf Antrag der FDP wird die Verwaltung nun ermitteln, ob statt der teuren Schilder auch preiswerte Aufkleber in Frage kommen könnten.

Nach Recherchen der städtischen Verkehrslenkung bei fünf Städten werden etwa in Düsseldorf rund fünf Prozent der Parkgebühren über das Bezahlsystem per Mobiltelefon eingenommen, in Köln seien es gerade einmal 2,1 Prozent. "Mehreinnahmen sind dadurch nach den Erfahrungen anderer Kommunen in der Regel nicht zu erwarten", informierte Krützen mit dem Hinweis auf das vom Rat beschlossene Sanierungskonzept.

Im vergangenen Jahr nahm die Stadt an den Parkscheinautomaten rund um die Fußgängerzone insgesamt 321.000 Euro ein.

Quelle: NGZ
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