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Grevenbroich
Haus und Grund veröffentlicht neuen Mietspiegel für Grevenbroich

Grevenbroich. Die Mieten sind im Vergleich zu 2012 relativ stabil geblieben, sagt Anneliese vom Scheidt von "Haus und Grund". Viele Häuser wurden energetisch saniert.

Nachdem im Vorfeld die Daten von rund 1200 Wohnungen verglichen wurden, ist jetzt der neue Mietspiegel 2016 für Grevenbroich herausgegeben worden. Große Ausreißer gegenüber dem zuletzt 2012 erschienenen Exemplar gibt es allerdings nicht. "Die Mieten sind in allen Baujahrs-Klassen relativ stabil geblieben", sagt Anneliese vom Scheidt, Vorsitzende des Haus- und Grundbesitzervereins in Grevenbroich.

Nach wie vor relativ teuer bezahlt werden müssen Wohnungen in guten Grevenbroicher Wohnlagen - also an Standorten mit aufgelockerter Bebauung, Grünanlagen und Gärten, wenig Verkehr sowie Einkaufsmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe. Dort müssen im Durchschnitt für Neubauwohnungen, die ab 2010 errichtet wurden, 8,47 Euro pro Quadratmeter gezahlt werden.

Die Altbaupreise liegen in dieser Kategorie zwischen 5,57 und 6,74 Euro. "Viele dieser Häuser wurden in den zurückliegenden Jahren umfassend energetisch saniert und auf den Stand der Zeit gebracht", sagt Anneliese vom Scheidt: "Je nach Umfang der Modernisierung können dort Mietpreiszuschläge von fünf bis zehn Prozent erhoben werden." Nach wie vor herrsche eine starke Nachfrage nach Altbauten, weil die Wohnungen häufig großzügiger als in neuen Häusern aufgeteilt seien. "Oftmals ist auch noch ein Garten vorhanden, so etwas wird von vielen Mietern gesucht", meint Willy Helfenstein, Vize-Vorsitzender des Haus- und Grundbesitzervereins.

Die Preise in mittleren Lagen - dort ist der Großteil der Mietwohnungen zu finden - bewegen sich bei Altbauten zwischen 5,47 und 6,12 Euro. Für Wohnungen, die zwischen 1980 und 2009 gebaut wurden, müssen Quadratmeterpreise von 6,27 bis 7,26 Euro gezahlt werden. Wohnungen in Häusern, die ab dem Jahr 2010 gebaut wurden, kosten im Durchschnitt 7,83 Euro pro Quadratmeter. In einfachen Wohnlagen liegt die Preisspanne zwischen 4,89 bei alten und 7,25 Euro bei neuen Häusern. "Bei allen Vergleichen wird ein normaler Wohnungszustand, eine Fläche zwischen 61 und 100 Quadratmetern, ausreichende Nebenräume, Isolierverglasung, Sammelheizung und ein Bad vorausgesetzt", so Helfenstein. Sollten diese Kriterien nicht erfüllt werden, können Mietpreisabschläge zwischen fünf und 20 Prozent geltend gemacht werden.

Der Mietspiegel, der mit Unterstützung des Mietervereins Düsseldorf und des Bauvereins Grevenbroich erstellt wurde, gilt auch - mit Abschlägen von rund fünf Prozent - für die Nachbargemeinden Jüchen und Rommerskirchen. Das Faltblatt ist im Bürgerbüro am Alten Rathaus zum Preis von drei Euro erhältlich.

(wilp)
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