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Grevenbroich
Heimatforscher erinnert an den Bau der Eisenbahn

Grevenbroich. Dieter Schlangen aus Elsen wird 70 Jahre alt. Zum Geburtstag wird das Buch "Die eiserne Bahn" noch mal veröffentlicht. Von Wiljo Piel

Wie oft er von Tür zu Tür gegangen ist, um die alten Elsener in ihren Erinnerungen kramen zu lassen, weiß er nicht mehr. Und er hat auch keine Ahnung, wie viele Schnäpse er bei diesen Hausbesuchen angeboten bekommen hat. Was Dieter Schlangen aber weiß: Das alles hat sich gelohnt. Denn auf diese Tour hat der 69-Jährige es geschafft, ein Stück Heimatgeschichte für die Nachwelt zu erhalten.

Seit den 1980er Jahren setzt sich Dieter Schlangen intensiv mit der Lokal- und Regionalhistorie auseinander. Neben seinem Bestseller "Elsen-Fürth im Wandel der Zeit" hat er bereits Dutzende von Büchern und Publikationen verfasst. Zu seinem "Siebzigsten", den er am Donnerstag feiert, wird sich Dieter Schlangen ein besonderes Geschenk machen: Er gibt die Zweitauflage seines Buchs "Die eiserne Bahn" heraus. Darin schildert er kurzweilig die Entwicklung der Eisenbahnstrecke Neuss-Düren - historisch genau, aber oftmals mit einem Augenzwinkern.

"Das Buch hat 1997 großen Anklang gefunden. Immer wieder werde ich danach gefragt, ob es noch ein Exemplar gibt", sagt Dieter Schlangen: "Diese Nachfrage möchte ich gerne decken." Zudem liegt ihm das Buch am Herzen - denn Eisenbahner zu sein, war so etwas wie Tradition in seiner Familie. Er selbst durfte diesen Beruf aber nicht ergreifen, weil's der Vater verboten hatte. "So war das damals", sagt Dieter Schlangen. Er fand bei der Kreisverwaltung seinen Job fürs Leben und arbeitete bis zum 65. Lebensjahr im Straßenverkehrsamt.

Dieter Schlangen wurde in Düsseldorf geboren, verbrachte Jugend und Kindheit in Morken-Harff, seit 1972 wohnt er in Elsen. In den 80er Jahren widmete er sich erstmals der Historie seiner neuen Heimat. Der passionierte Geschichtsforscher publiziert jedoch nicht nur, sondern organisiert auch Führungen und hält Vorträge. Einer seiner jüngsten Aktionen ist die Reihe "Musik meets Geschichte" im Seniorenzentrum St. Bernardus. Dieter Schlangen erzählt einmal im Monat Wissenswertes aus der Lokalhistorie - und sein Freund Max Günter Cremer spielt dazu alte Schlagemelodien.

Quelle: NGZ
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