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Grevenbroich
Helmut Klougt auf Mallorca ertrunken

Grevenbroich: Helmut Klougt auf Mallorca ertrunken
Sein letztes Projekt: Helmut Klougt arbeitete an einer Dokumentation der Landesgartenschau 1995. Für den Herbst war die Premiere geplant. FOTO: L. Berns
Grevenbroich. Der Grevenbroicher Helmut Klougt, der auch als "heimlicher Bürgermeister von Allrath" bekannt war, ist im Urlaub auf Mallorca beim Baden ums Leben gekommen. Die Ursache des Unfalls ist unklar. Von Wiljo Piel

Helmut Klougt ist tot. Der "heimliche Bürgermeister von Allrath" ist beim Baden auf Mallorca ertrunken. Das Unglück geschah bereits am Freitag vor der Küste von Peguera im Südwesten der spanischen Ferieninsel. Dort bargen Rettungsschwimmer am Vormittag die Leiche des 70-Jährigen aus dem Wasser. Die Umstände seines Todes sind noch unbekannt.

Gemeinsam mit seiner Frau hatte sich Helmut Klougt den Urlaub auf Mallorca nachträglich zu seinem runden Geburtstag gegönnt. Der Allrather war im vergangenen Monat 70 Jahre alt geworden. Das Ehepaar - seit 44 Jahren verheiratet - hatte sich kurzfristig zu einem Aufenthalt auf der Balearen-Insel entschlossen. Der Touristenort Peguera war den beiden bekannt, vor 36 Jahren hatten die Klougts dort schon einmal einen gemeinsamen Urlaub verbracht.

Wie aus Familienkreisen zu erfahren ist, hatte sich das reiselustige Ehepaar am Freitag dazu entschlossen, an der "Platja Palmira" einen Strandtag einzulegen. Die beiden Allrather hatten sich dort Liegestühle gemietet. Helmut Klougt - der als guter und ausdauernder Schwimmer bezeichnet wird - war nach dem Eincremen ins Meer gegangen und nicht mehr zurückgekehrt.

Gegen 11 Uhr sei seine Leiche von Rettungsschwimmern geborgen worden, meldet die Zeitung "Última Hora" in ihrer Online-Ausgabe. Wiederbelebungsversuche seien erfolglos gewesen. Wie die "Mallorca-Zeitung" und das "Mallorca-Magazin" im Internet berichten, habe der Unfall am Strandabschnitt Palmira große Bestürzung ausgelöst. Zwar ist in den Meldungen von einem 61 Jahre alten Toten die Rede - bei dem Ertrunkenen handelte sich aber definitiv um den 70-jährigen Klougt.

Zunächst seien bei dem Opfer keine Ausweispapiere gefunden worden. An seinem Handgelenk habe der Tote aber ein Bändchen eines nahe gelegenen Hotels getragen. Dort konnten Beamte der Polizeieinheit Guardia Civil die Identität des Mannes ermitteln. Der Unfall hat im Familien- und Freundeskreis des Allrathers großes Entsetzen ausgelöst. Klougt wird als gesundheitlich fit beschrieben, er habe während des Urlaubs über keinerlei Beschwerden geklagt. Wann seine Leiche nach Deutschland überführt wird, ist noch unklar. Die Familie habe die Auskunft erhalten, dass bis zur Überführung zwischen drei und zehn Tage vergehen könnten.

Helmut Klougt war Mitglied in mehreren Vereinen, er gehörte der Allrather Bruderschaft ebenso an wie dem Schützenverein und der Dorfgemeinschaft. Bekannt wurde er als streitbarer Zeitgenosse, der sich gerne und hartnäckig politisch einmischte. In der jüngsten Vergangenheit hatte er sich vehement gegen den geplanten Abriss der Allrather Pfarrkirche geäußert und unter anderem den Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki um Unterstützung gebeten.

Helmut Klougt, ein begeisterter Hobbyfilmer, arbeitete aktuell an einer Dokumentation der Landesgartenschau. 1995 hatte er reichlich Rohmaterial gesammelt, das er zu einer kleinen Filmreihe zusammenschneiden wollte. Den ersten Teil hatte er fertiggestellt, er sollte im Herbst öffentlich gezeigt werden.

Quelle: NGZ
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