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Grevenbroich
Hitze: Feuerwehr rettet junge Bäume

Grevenbroich: Hitze: Feuerwehr rettet junge Bäume
Die Grevenbroicher Feuerwehr hat ihr Tanklöschfahrzeug vom Typ TLF 8/18 zu einer überdimensionalen Gießkanne umfunktioniert FOTO: Stadt
Grevenbroich. Die nach dem Sturm "Ela" gepflanzten Jungbäume drohen ein Opfer der lang anhaltenden Trockenheit zu werden. Das Forstamt ist täglich im Bewässerungs-Einsatz - und die Feuerwehr hilft dabei mit ihren Löschfahrzeugen aus. Von Wiljo Piel

Im vergangenen Jahr hat Pfingststurm "Ela" zehntausende Bäume im Stadtwald vernichtet. Nun droht dem Forst ein weiteres Fiasko: Die vielen tausend Jungbäume, die zwischenzeitlich gepflanzt wurden, könnten ein Opfer der seit Mai anhaltenden Trockenheit werden. Damit das nicht passiert, hat das Forstamt eine bisher einmalige Kooperation mit der Feuerwehr gestartet. Sie hilft den Wirtschaftsbetrieben mit ihren "überdimensionalen Gießkannen aus". Bisher hat das geholfen.

"Es muss mal wieder richtig regnen - mindestens drei Tage lang", sagt Gregor Jansch, Leiter des Grevenbroicher Forstamtes, und blickt auf die Bäume, die im Frühjahr rund um das Wildfreigehege gesetzt wurden. Das heiße Wetter mit Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke setzt die jungen Pflanzen unter Stress, manche lassen die Blätter hängen. Die lang anhaltende Trockenheit hat die torfhaltigen Böden derart ausgedörrt, dass die Jungbäume nun künstlich bewässert werden müssen.

Gregor Jansch vor einem abgestorbenen Mammutbaum. FOTO: Salzburg

"Wir fahren zurzeit regelmäßig mit einem 2000-Liter-Fass durch den Wald, um Wasser in die wiederaufgeforsteten Flächen zu pumpen", schildert Jansch. Zwei Mitarbeiter der der siebenköpfigen Crew des Forstamtes sind zurzeit für das Bewässern der Bäume abgestellt worden - und sie sind nicht alleine. Denn nun greift auch die Grevenbroicher Feuerwehr den Waldarbeiter-Teams unter die Arme. "Eine Vielzahl von Freiwilligen hat sich gemeldet, die jetzt mehrmals wöchentlich für Bewässerungsarbeiten in den Forst ausrücken", erklärt Stadtsprecher Andreas Sterken.

Neben den Feuerwehrautos aus den verschiedenen Löscheinheiten können die Brandschützer auch auf ein zusätzliches Tanklöschfahrzeug zurückgreifen, das über einen eingebauten 1800-Liter-Tank verfügt, um so große Wassermengen auch an abgelegene Waldflächen im Stadtgebiet zu transportieren.

"Besonders nötig haben es die größeren Bäume, die nach dem Sturm gepflanzt wurden", sagt Gregor Jansch. Mammutbäume, Kornelkirschen, Zypressen sowie Wildäpfel- und -birnen mit Höhen bis zu sechs Meter müssen zurzeit täglich mit Wasser versorgt werden. Nicht bewässert werden kann der "Brauchtumswald", der von den heimischen Schützen gesponsert wurde. "Er ist zu großflächig", sagt Forstamtsleiter Gregor Jansch. Die dort üppig gewachsenen Brennnesseln würden mit ihren Blättern aber dafür sorgen, dass der Boden nicht austrocknet. "Bisher sind dort nur zwei, drei Bäume abgestorben."

Lob für die unbürokratische Hilfe der Feuerwehr gab es von Bürgermeisterin Ursula Kwasny: "Das ist eine tolle Idee, die rasch und unkompliziert umgesetzt wurde. Sie unterstreicht den hohen Wert der ehrenamtlichen Helfer."

Quelle: NGZ
 
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