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Grevenbroich
Hundert neue Lkw für Spedition in Allrath

Grevenbroich: Hundert neue Lkw für Spedition in Allrath
Geschäftsführer Olaf Meyers (r.) und Ernst-August Bührke, Leiter des technischen Betriebs, vor einigen der nagelneuen Zugmaschinen. FOTO: A. Woitschützke
Grevenbroich. Rund zehn Millionen Euro investiert das Transportunternehmen CTJ Janssen in diesem Jahr in die Erneuerung seines Fuhrparks. Von Carsten Sommerfeld

480 Pferdestärken, ein besonders großzügiger Innenraum, sogar Kühlschrank und Bett sind an Bord - nicht von einer Luxus-Limousine ist die Rede, sondern vom neuen Arbeitspferd des Grevenbroicher Unternehmens CTJ Janssen Spedition & Logistik. Das Transportunternehmen mit Firmensitz an der B 59 beschafft in diesem Jahr gleich 100 Zugmaschinen des Typs DAF XF 480 FT sowie 50 Auflieger - eine Zehn-Millionen-Euro-Investition. "Bis Ende März sollen 55 der reuen Zugmaschinen eintreffen", sagt Geschäftsführer Olaf Meyers.

Der heute 50-Jährige war 16 Jahre alt, als sein Stiefvater in den 80er Jahren das Unternehmen mit Hauptsitz in Dormagen gründete. "In den Ferien habe ich Lkw gewaschen, auch in der Werkstatt gearbeitet", erzählt der heutige Geschäftsführer. 2006 wechselte das Unternehmen nach Grevenbroich.

Die Firma expandierte, der Fuhrpark wuchs von 19 Zugmaschinen und 15 Aufliegern 1990 auf heute rund 220 Lastwagen. "Wir sind ein klassisches Fuhrunternehmen", erläutert Meyers. Zur Fracht gehören Papier, Stahl, Paletten, Chips und vieles mehr, "ein neuer Kunde ist Ikea". Die Sattelzüge rollen bundesweit, aber auch in die Benelux-Staaten und nach Frankreich. "Wir befördern wie früher Güter von A nach B, aber moderner", sagt Meyers. Die Digitalisierung nimmt in der Logistik-Branche immer größeren Stellenwert ein. "Der Fahrer erhält den Auftrag auf einem Display im Fahrerhaus. Und schon bald wird der Kunde sehen, wo auf zehn Meter genau sich seine Fracht gerade befindet", erzählt Meyers.

Der Fuhrpark ist neu, nach drei Jahren werden die blauen Zugmaschinen mit weißem Kühlergrill ausgetauscht. "Nach drei Jahren fangen die ersten Reparaturen an", nennt Meyers als einen Grund. Zudem ist die Lkw-Flotte so immer auf modernem Stand. Sämtliche Zugmaschinen erfüllen die Euro-6-Abgasnorm. Die neuen DAF verbrauchen laut Meyers rund 27 Liter auf hundert Kilometer, etwa fünf Prozent weniger als die Vorgänger.

Rund 270 Beschäftigte hat CTJ Janssen, das Unternehmen ist auf Mitarbeiter-Suche. Wenn rund 50.000 Berufskraftfahrer in Rente gehen, kommen nur etwa 5000 nach", sagt Meyers. Ein Grund sei "schlechte Lobby". In Frankreich etwa, wo der Fahrer Chauffeur heiße, habe der Beruf höheren Stellenwert. Sechs junge Menschen bildet CTJ zurzeit zum Berufskraftfahrer aus. "Wir könnten 50 gebrauchen, aber wir finden fast keine Auszubildenden." Zwar seien die Fahrer in der Woche nicht zu Hause, aber die Bezahlung werde besser. "Außerdem haben wir ein Prämiensystem und eine betriebliche Altersversorgung, die ,Brummi-Rente'."

Vielleicht trägt eine Verbesserung an den neuen CTJ-Zugmaschinen dazu bei, weitere Mitarbeiter zu gewinnen . Die "Neuen" verfügen über "Super Space"-Kabinen, "wie sie eigentlich im internationalen Verkehr zum Einsatz kommen", sagt Meyers. Das Mehr an Innenraum soll die Arbeit am Steuer angenehmer machen. Ein Wunsch von Meyers ist, "dass hier ansässige Unternehmen mehr auf Transportunternehmen vor Ort zurückgreifen." Für Intersnack etwa fahre CTJ bereits.

Quelle: NGZ
 
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