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Grevenbroich
Hydro stellt Hochregallager für neue Autolinie fertig

Grevenbroich. Das 130-Millionen-Euro-Projekt des Alu-Konzerns kommt in Fahrt. Neues Produktionsgebäude wird jetzt errichtet. Von Wiljo Piel

Eines der markantesten Gebäude der neuen Automobillinie 3 ist fertiggestellt worden: Das Hochregallager für schwergewichtige Aluminiumband-Rollen überragt alle anderen Hallen des Grevenbroicher Hydro-Werks. "Mit dem Abschluss der Außenbauarbeiten des 100 Meter langen und 30 Meter hohen Betonobjekts sind nun auch die nächtlichen Arbeiten auf der Baustelle vorüber", sagt Hydro-Sprecher Michael-Peter Steffen. Der Konzern sei in den vergangenen Monaten bemüht gewesen, die Lärmbelastung für die Nachbarorte Allrath und Barrenstein in Grenzen zu halten - und dies sei gelungen: "Es gab so gut wie keinen Protest", meint Steffen.

Hydro investiert rund 130 Millionen Euro in die neue Automobillinie. Mit diesem Projekt will der Konzern seine Kapazität im Karosserieblech-Segment von zurzeit 50 000 auf 200 000 Tonnen im Jahr vervierfachen. "Die Arbeiten kommen gut voran, wir liegen sowohl im Zeitplan als auch im Kostenrahmen", betont Michael-Peter Steffen. Voraussichtlich Ende 2016 soll die neue Linie ihre Produktion aufnehmen. Die offizielle Übergabe der Anlage steht für 2017 auf dem Terminkalender.

Nachdem der Betonkörper des Lagers steht, wird demnächst mit dem Innenausbau des Betonkörpers begonnen. "Es müssen Halteboxen und Transportsysteme installiert werden", sagt Steffen. Künftig werden mehrere automatische Kräne für einen schnellen Materialtransport zwischen den Regalen und der Produktionshalle sorgen.

Die Arbeiten für das Hauptgebäude haben begonnen. Die etwa 210 Meter lange und 45 Meter breite Halle wird in Stahlbauweise erstellt. Noch in diesem Jahr wird mit der Montage der drei Produktionsanlagen begonnen. "Diese Arbeiten werden sich bis Mitte oder Ende 2016 ziehen", sagt Steffen. Sobald die Maschinerie aufgebaut ist, wird mit dem Probebetrieb begonnen.

Mit der Automobillinie 3 reagiert Hydro auf die enorme Nachfrage der Autohersteller nach Aluminium. "Der vergleichsweise leichte, aber stabile Werkstoff senkt dank großer Gewichtsersparnis den Treibstoffverbrauch und damit auch den Ausstoß von Kohlendioxid", betont der Konzernsprecher. Unter anderem werden in Grevenbroich Türen für Porsche-Sportwagen oder Kotflügel für Audi-Limousinen hergestellt. Was Michael-Peter Steffen begrüßt: "Wir nähern uns einem ganzen Jahr Baustellenarbeit ohne Unfall - das ist ein gutes Zeichen für die gemeinsame akribische Sicherheitsarbeit mit allen Dienstleistern."

Quelle: NGZ
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