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Grevenbroich
In der Langwadener Klosterküche hat jetzt Maximilian Kleis das Sagen

Grevenbroich. Bis zu 250 Mahlzeiten werden am Tag in der Küche des Klosters Langwaden zubereitet, für die Mönche ebenso wie für die Besucher des Kloster-Restaurants. Regie in der Küche führt nun Maximilian Kleis. Der 34 Jahre alte Küchenchef ist Nachfolger von Ewald Küchel, der nach 18 Jahren im Kloster in den Ruhestand getreten ist. Die Küche soll künftig zunehmend regionale und auf die Saison zugeschnittene Produkte bieten. Von Carsten Sommerfeld

Maximilian Kleis wurde die Leidenschaft fürs Kochen "von meinen Eltern in die Wiege gelegt", erzählt der junge Mann, der in Düsseldorf-Gerresheim wohnt. Seine Ausbildung als Koch absolvierte er bei der Hotelkette Marriott, zuletzt war er bei einem Event-Catering-Unternehmen in Düsseldorf tätig. Sein neuer Arbeitsplatz ist ihm bereits gut vertraut. "Bei Bankett-Veranstaltungen im Kloster Langwaden habe ich das Küchen-Team als freiberuflicher Honorar-Koch unterstützt", sagt Maximilian Kleis. In der Kloster-Küche sind neun Mitarbeiter beschäftigt, darunter drei Auszubildende. "Der Küchenchef ist dafür verantwortlich, dass alles in der Küche konzeptionell vorbereitet ist und alles in guter Qualität auf dien Teller kommt", erklärt Alois Seimetz, Geschäftsführer der Klosters. "Er arbeitet dabei eng mit Restaurantleiter Marcello Maurizi zusammen." Die Aufgaben-Bandbreite ist groß: Jeden Tag werden von der Küche aus die Mönche, rund 35 Kloster-Mitarbeiter und etwa 40 Männer im Wohnheim verköstigt - insgesamt sind mehr als 80 Portionen nötig. "Wir bieten dafür ehrliche, einfache Hausmannskost", sagt Kleis. Gestern kam Schnitzel Hawaii mit Pommes Frites und Salat auf den Tisch. Hinzu kommen in Hochzeiten nochmals doppelt so viele Mahlzeiten für Restaurant und Biergarten; aber auch für Events wie Hochzeiten oder Dinner-Krimis wird Leckeres gekocht.

Eine Aufgabe für Kleis ist es, den Anbauplan für den 1,8 Hektar großen Kloster-Garten mit zu erstellen - vom Rotkohl bis zum Feldsalat. "Es gibt für einen Koch nichts Schöneres, als in seinen Garten zu gehen und seine Zutaten selbst aussuchen zu können." Neben mehr saisonaler und regionaler Küche - schon bisher kommen etwa die Kartoffeln für Reibekuchen aus Barrenstein - sind auch "Specials" geplant, zum Beispiel "Grillabende im Biergarten", sagt Kleis.

Quelle: NGZ
 
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