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Grevenbroich
Initiative "Kick für den Frieden" mit Integrationspreis ausgezeichnet

Grevenbroich. Gleich zwei erste Plätze gab es beim Integrationspreis 2015 des Rhein-Kreises Neuss. Einen der beiden mit 2500 Euro dotierten Preise erhielt der Grevenbroicher Rohat Akcakaya mit dem von ihm ins Leben gerufenen "Kick für den Frieden"-Team. Die Initiative aller weiterführenden Schulen im Stadtgebiet organisiert regelmäßig ein dreitägiges Fußball-Benefiz-Turnier.

Rohat Akcakaya und seine 23-köpfige Crew stellen mit ihrer Aktion die friedenspolitische Botschaft in den Mittelpunkt. An ihrem jüngsten Turnier waren 16 Mannschaften - erstmals auch über die Grenzen Grevenbroichs hinaus - beteiligt. 1500 Besucher feuerten die Spieler an. Eine Abschlussparty und ein Konzert rundeten den "Kick für den Frieden" ab. Der Gewinn und die während der Veranstaltungstage eingesammelten Sachspenden gehen an Flüchtlingsheime vor Ort und an das Friedensdorf in Oberhausen, das sich um kriegsverletzte Kinder kümmert.

Akcakaya und sein Team organisieren darüber hinaus Fußballtrainings für Flüchtlinge und treffen sich zu gesellschaftspolitischen Workshops. Zu den ehrenamtlichen Organisatoren gehören unter anderem alle Schülersprecher der weiterführenden Schulen in Grevenbroich. "Diese besondere Eigeninitiative junger Menschen war für die Jury besonders preiswürdig und vorbildlich", sagte Landrat Hans-Jürgen Petrauschke im Rahmen der Preisverleihung. Was er ebenso begrüßte: Das Projekt "Kick für den Frieden" unterstützt die vom Kreistag beschlossenen "Leitlinien zu Toleranz, Vielfalt und Demokratie."

Ebenfalls einen ersten Preis erhielt der Arbeitskreis Asyl der Evangelischen Kirchengemeinde in Jüchen-Kelzenberg für sein Projekt "Deutschkursus und Sprechstunde für Flüchtlinge". Unter der ehrenamtlichen Leitung des Ehepaars Jörg und Wiebke Matzigkeit setzt sich ein Team von Ehrenamtlern für Flüchtlinge in der Nachbargemeinde Jüchen ein - getreu dem Leitbild der Kirchengemeinde "Liebe weitergeben".

In zwei bis drei Gruppen in verschiedenen Schwierigkeitsstufen lernen die Flüchtlinge Deutsch, während gleichzeitig eine Kinderbetreuung angeboten wird. Im Anschluss an den Unterricht bieten die Ehrenamtler im gleichen Gebäude eine Sprechstunde für Flüchtlinge an. Dort vorgetragene Anliegen werden an das sogenannte Begleiter-Team weitergegeben, das die Menschen etwa bei Arztbesuchen, Behördengängen und Einkäufen unterstützt. Darüber hinaus stehen Kennenlern-Feste und Koch-Aktionen auf dem Programm.

Quelle: NGZ
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