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Grevenbroich
Jeckes Programm in Neukirchen

Grevenbroich: Jeckes Programm in Neukirchen
Jessica Roesberg ging als "Klofrau Agathe" in die Bütt. FOTO: A. Tinter
Grevenbroich. Nach 13 Jahren hatten die Jakobus-Elfen ihren letzten Auftritt im Festzelt. Von Vera Straub-Roeben

Wenn der Neukirchener Karnevalsverein (NKV) zum "Bunten Abend" einlädt, sind alle stets parat. Da werden von den närrischen Gästen die schönsten Kostüme angezogen, so dass sie als wilde Kätzchen, Zebras, Cowboys oder Polizisten an den Tischen im Festzelt auf dem Gelände der Gaststätte Stenbrock Platz nehmen. Durch das jecke Programm führte auch in diesem Jahr wie gewohnt der NKV-Präsident Stefan Schiefer, der den Verein 2005 gemeinsam mit seiner Frau Birgit ins Leben rief.

Nach tänzerischen Einlagen der Dillendöppcher und der Höppekraate folgte der Auftritt der Wibbelstitzjer, die in dieser Session ihr elfjähriges Bühnenjubiläum feiern. Die Tänzerinnen von 16 bis 21 Jahren hatten zu diesem Anlass einen besonderen Wunsch: Sie suchten männliche Unterstützung, und so haben Stefan Schiefer und Georg Lück alias Stefanie und Georgina keine Trainingsstunde geschwänzt und einen tollen Tanz absolviert.

Für große Begeisterung sorgten auch die Sicköster, die Damen-Showtanz-Gruppe um Birgit Schiefer, die sich etwas Besonderes ausgedacht hatten: Verkleidet mit Papierkostümen, schlüpfte jede Tänzerin in mindestens zwei Rollen, etwa Cher und C3PO, Udo Lindenberg und Biene Maja, Eminem und Donna Summer.

Die Mundartband "Rhing-Schiffer" aus Speck-Wehl sorgen nicht nur in Neukirchen für Stimmung, sondern sind auch auf den großen Karnevalsbühnen in Düsseldorf zu Hause. Nach Klofrau Agathe und der Gast-Rednerin Olga von der Wolga neigte sich das knapp fünfstündige Programm seinem Ende zu - und damit auch die Karriere der Jakobus-Elfen. Sie traten zum letzten Mal auf. "Der NKV ist dankbar, 13 Jahre lang so eine tolle Truppe zu haben", sagte Birgit Schiefer. "Alle Mitglieder wünschen sich, dass sich jüngere Jecken dazu bereit erklären, die Tradition des Männerballetts zu erhalten." Und Stefan Schiefer ergänzte: "Ich würde sicher ruhiger schlafen können, wüsste ich, dass junge Menschen sich aktiv am Bühnengeschehen beteiligen und dafür Sorge tragen, dass der NKV noch lange nicht am Ende ist."

Quelle: NGZ
 
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