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Grevenbroich
JU: Lösung für Feuerwache in Ruhe prüfen

Grevenbroich. Junge Union und CDU stehen möglichen Alternativen zur Sanierung offen gegenüber.

Die Jungen Union (JU) hat sich erstaunt über den von Bürgermeister Klaus Krützen angestrebten Sanierungsstopp in der Feuerwache geäußert. Noch im vergangenen Jahr, sagt JU-Chef und Ratsherr Max von Borzestowski, hätten sich Befürworter von Einsparungen bei der Feuerwehr regelrecht an den Pranger gestellt gesehen. Damals sei es um Kostendeckelungen in einer Gesamthöhe von rund 400.000 Euro gegangen. Die Minderausgaben, sagt Borzestowski, sollten bei einem Einsatzleitwagen (ELW 1) und dem Fahrzeug der Feuerwehrleitung (Q5) erzielt werden. Außerdem wurde auf den Bau eines Schlauch- und Übungsturms verzichtet, da in Gustorf ein solcher zur Verfügung steht.

"Jetzt soll praktisch aus dem Nichts heraus das gesamte Bauprojekt für fast zehn Millionen Euro aufgehoben werden. Wie kann es da sein, dass dies nun offenbar im Einvernehmen mit der Feuerwehrleitung geschieht?", fragt der JU-Vorsitzende. Natürlich könne eine Finanzierung über Dritte, zum Beispiel über PPP-Modelle, Handelsspielräume eröffnen. Gleichzeitig, warnt Borzestowski, müsste wohl ein jahrzehntelanger Mietvertrag abgeschlossen werden, was langfristig auch zu Mehrkosten führen könne. "Außerdem dürften Private wohl eher in einen Neubau investieren", sagt er und mutmaßt: "Wird hier ein teurerer Neubau der Feuerwache durch die Hintertür vorbereitet?"

Grundsätzlich, heißt es, stehe die Junge Union - wie auch die CDU - Überlegungen zu einer alternativen Umsetzung offen gegenüber. "Wenn sich neue vielversprechende Optionen ergeben, muss man darüber sprechen können", sagt der JU-Chef. "Aber dennoch: Hier kann nur ein Grundsatzbeschluss angestrebt werden. Eine Entscheidung von solcher Tragweite will gut überlegt sein und bedarf einer intensiven Kostenanalyse. Wenn die Feuerwehr den Aufschub der Sanierung jetzt verkraften kann, müssen sich Politik und Verwaltung nun Zeit nehmen, um die neuen Optionen eingehend zu prüfen."

Quelle: NGZ
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