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Grevenbroich
Jugendliche auf Pokémon-Jagd in der City

Grevenbroich im Pokémon Go-Fieber
Grevenbroich im Pokémon Go-Fieber FOTO: Dieter Staniek
Grevenbroich. Seit Mittwoch ist das Smartphone-Spiel "Pokémon Go" in Deutschland verfügbar. Auch in Grevenbroich wird fleißig nach Monstern gesucht. Von Jascha Huschauer

Am Montanushof taucht auf einmal ein Traumato auf. Das ist ein kleines gelbes Monster mit kurzer Rüsselnase, das seine Feinde in den Schlaf versetzt, um ihre Träume zu fressen. Allerdings kann Traumato vor dem Montanushof nur sehen, wer das neue Smartphone-Spiel "Pokémon Go" auf seinem Handy installiert hat.

Es ist das zur Zeit häufigste Gesprächsthema unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen. In den USA und Asien sind die Download-Zahlen durch die Decke gegangen. Die Aktie des Entwicklers Nintendo legte seitdem um 59 Prozent zu. Seit Mittwoch ist das Spiel auch auf dem deutschen Markt verfügbar. Und so sind seitdem auch in Grevenbroich Jugendliche unterwegs, die auf der Suche nach den Pokémon auf ihr Handy starren.

Spiel: Pokémon Go - Alles was man wissen muss FOTO: Marcel Salven

Das Spiel-Prinzip ist einfach: Per GPS bestimmt "Pokémon Go" den Aufenthaltsort des Spielers und zeigt eine Straßenkarte der Umgebung. Allerdings in Pokémon-Optik. Der Spieler muss sich nun auf die Suche nach den Fantasie-Wesen begeben. Vor dem Montanushof etwa lebte gestern ein Traumato, in der Fußgängerzone ein Rattfratz, vor der katholischen Hauptschule ein Taubsi und vor der NGZ-Redaktion ein weibliches Nidoran - das Geschlecht ist offenbar nur bei diesem Pokémon von Bedeutung. Einmal entdeckt, kann der Spieler die kleinen Monster virtuell einfangen, um sie anschließend zu trainieren. Sehen kann er sie dabei nur auf dem Display seines Handys.

Neben den Pokémon gibt es noch blaue Punkte auf der Karte. Das sind sogenannte Pokéstops. Die finden sich in Grevenbroich etwa am Standesamt, dem alten Schloss oder dem Rathaus. Zum Teil erklären Hintergrundinformationen, was dem jeweiligen Ort Bedeutsamkeit verleiht. Immer jedoch können dort Pokébälle, Tränke, Eier, Beeren und weiteres Zubehöre gefunden werden. Der Spieler muss aber vor Ort sein. Denn genau da setzt das Spiel an. Wer alle 151 Pokémon sammeln will, muss selber auf Safari gehen. Ein richtiger Meister-Trainer wird nur, wer viele Meter zurücklegt. Außerdem gibt es mehrere Turnier-Plätze im Stadtgebiet. Dort können sich Spieler ganz real treffen, um die kleinen Monster gegeneinander kämpfen zu lassen.

"Pokémon Go": Ein Pokémon entwickelt sich

Hier gibt es Bilder von der Pokémon-Jagd in Grevenbroich.

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Quelle: NGZ
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