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Grevenbroich
Junge Grevenbroicherinnen tanzen durch die vier Jahreszeiten

Grevenbroich. Wie schnell doch ein Jahr vergeht: In der Alten Feuerwache dauerte es nur zwei Stunden lang. Der Fachbereich "Darstellende Kunst" der Jugendkunstschule hatte mit seiner Tanzperformance die vier Jahreszeiten mit ihren spezifischen Reizen dargestellt. Rund 400 Besucher sahen an drei Abenden, was rund 50 Mädchen und junge Frauen in den Kursen von Melanie Marleaux (32) und Sarah Käsbach (27) gelernt hatten. Sie waren zu recht begeistert.

Erzählt wurde keine zusammenhängende Geschichte, vielmehr hatten die beiden Dozentinnen zum Ziel gehabt, das Wesentliche einer jeden Jahreszeit einzufangen, um sie dann vor allem mit dem Tanz, aber auch mit der überwiegend sehr dezenten Bühnendekoration, der Musik und den Kostümen zum Ausdruck zu bringen. Die vier Gruppen harmonierten sehr gut miteinander, obwohl es bei der Generalprobe noch einige Holperigkeiten gegeben haben sollte. Sie arbeiteten mit Stoffbahnen, um den Frühlingswind zu symbolisieren, Glitzerkostüme sollten an munter fließende Bäche und Flüsse erinnern.

Besonders viel Applaus gab es für die sparsam eingestreuten Hebefiguren. Im Herbst ging es stürmisch zu und die Bühnendekoration wurde nach und nach üppiger. Es tauchten Spiegel auf, die Assoziationen zu Eis, aber auch zur Zerbrechlichkeit herstellten. Sie tanzte zwar auch mit, zwischendurch schlüpfte Alessandra Wildenhain aber immer wieder auch in die Rolle des - und das ist alles andere als despektierlich gemeint - Pausenclowns. Sie mischte sich als fröhliche Eisverkäuferin unters Publikum oder hauchte einer Blume, die sich nicht für schön genug hielt, Selbstbewusstsein ein.

Ins rechte Licht gerückt wurden die Tänzerinnen von Tim und Felix Bronkalla, die auch die Technik im Griff hatten. Drei der vier Kurse, die jetzt ihr Können demonstrierten, laufen unter der Bezeichnung "Kreativer Jazztanz". "Es handelt sich aber im Wesentlichen um Modern Dance, Streetdance und auch klassische Elemente sind dabei", erklärte Melanie Marleaux. Und: "Tanzen ist Höchstleistungssport. Es gab während der Vorbereitungen blaue Flecken und Tränen." Doch die Mühen hatten sich gelohnt.

Ab September starten die neuen Kurse an der Jugendkunstschule. Da einige Teilnehmerinnen aussteigen, werden Plätze frei für junge Frauen, die tanzbegeistert sind.

(barni)
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